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b4p trends-Studie: Die Glaubwürdigkeit von Influencern

Archivmeldung vom 20.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/Hubert Burda Media/Rechte: GIK/b4p trends"
Bild: "obs/Hubert Burda Media/Rechte: GIK/b4p trends"

Sie sind aus dem Netz nicht mehr wegzudenken - und Influencer haben sich auch als feste Größe in der Werbewelt etabliert. In der aktuellen b4p trends untersucht die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) das Verhältnis der Deutschen zu Bloggern und Influencern genauer.

Follower aller Altersklassen

Den Begriff "Influencer" muss man in Deutschland nicht großartig erklären: 62 Prozent der Gesamtbevölkerung und 77 Prozent der jungen Zielgruppe (14-29 Jahre) wissen, dass es sich hier um eine Person mit einer hohen Präsenz und Reichweite in sozialen Medien handelt. "Blogger" haben sogar 88 Prozent der Deutschen schon einmal gehört. 66 Prozent der Deutschen folgt - zumindest selten - einem Blogger oder Influencer. Besonders regelmäßig tun dies die jungen Deutschen: 65 Prozent der 14-29 Jährigen schauen mindestens einmal pro Woche bei ihren Favoriten vorbei.

Die Top-Kanäle der Zielgruppen

YouTube ist über alle Altersgrenzen hinweg die Nummer eins unter den Kanälen, auf denen Deutsche ihren Lieblingsblogs und -Influencern folgen: Drei Viertel der jungen Deutschen sowie mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen tun dies über die Videoplattform. An zweiter und dritter Stelle finden sich Facebook und Instagram, wobei die Nutzung stark in den Altersgruppen variiert. Der "junge Kanal" Instagram wird von den 20 bis 29-Jährigen als Medium stark genutzt: 63 Prozent von ihnen sind auf der Plattform aktiv. Dagegen nutzen Facebook 66 Prozent der älteren Follower.

Themen, die User bewegen

Rat und Inspiration - das sind die beiden wesentlichen Anreize für Blog-Nutzer. Bei den Jüngeren unter ihnen ist beides ausgeprägter: 59 Prozent der 14 bis 29-Jährigen sehen Blogs als unabhängige Ratgeber, 75 Prozent fühlen sich von Blogs inspiriert. Am beliebtesten sind generationsübergreifend Blogs zum Thema Essen und Trinken. Kleiner Unterschied: Während Frauen auf Platz zwei und drei Kosmetik und Beauty sowie Mode und Fashion sehen, interessieren sich Männer eher für Technik und Gaming sowie für Sport und Gesundheit. Die thematische Nutzung von Blogs ist stark vom Alter sowie vom Geschlecht abhängig und ähnelt damit sehr den unterschiedlichen Zielgruppen bei der Nutzung von Zeitschriften.

Wie Nutzer zur Kennzeichnung stehen

Produktempfehlungen beurteilt rund die Hälfte aller befragten Nutzer (53%) grundsätzlich als positiv. Möglicher Grund: Die Mehrzahl der User ist davon überzeugt, dass die von ihnen gelesenen Blogs nicht hauptsächlich zu Werbezwecken, sondern aus einem echten Interesse am Thema betrieben werden. Die Akzeptanz von Produktwerbung steigt dementsprechend auf 68 Prozent, wenn die empfohlenen Artikel zum Thema des Blogs passen. Und mehr als ein Drittel der Nutzer (38%) geben an, sich dann auch zum Kauf anregen zu lassen. Tatsächlich haben übrigens 41 Prozent aller Blog-Nutzer ein empfohlenes Produkt schon einmal selbst gekauft. Dem gegenüber halten lediglich 26 Prozent der Blog-Nutzer Beiträge generell für unglaubwürdig. Über die Hälfte aller Blog-Nutzer (52%) hat kein Problem mit gesponserten Posts, und empfindet sie nicht grundsätzlich als unglaubwürdig. Um hier allerdings für mehr Transparenz zu sorgen, wünscht sich mit 83 Prozent die Mehrheit eine deutliche Kennzeichnung bezahlter Beiträgen.

Quelle: Hubert Burda Media (ots)

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