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Imkerei - ökologisches und ökonomisches Schwergewicht

Archivmeldung vom 09.06.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.06.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

DAX-Unternehmen, Mittelstand, öffentlicher Dienst bestimmen die Wirtschaftsschlagzeilen in Deutschland. Dabei wird oft übersehen, welche volkswirtschaftliche Bedeutung Freizeitbeschäftigungen wie die Bienenhaltung haben.

Allein deren volkswirtschaftlicher Wert beträgt jährlich rund zwei Mrd. Euro durch die Bestäubungstätigkeit der Honigbiene, die bei 80 % der heimischen Nutz- und Wildpflanzen die Arterhaltung sichert und das Insekt zum drittwichtigsten landwirtschaftlichen Nutztier nach Rind und Schwein macht.

2007 ließ ein riesiges Bienensterben in den USA bereits erahnen, welchen Schaden der massive Verlust von Honigbienen für die Wirtschaft und die Ökologie eines Landes haben kann und man reagierte auch hierzulande aufmerksam und sensibler auf dieses Thema. Seit April 2008 sind die Imker in Südwestdeutschland von erheblichen Bienenschäden betroffen. Im Unterschied zur USA konnte durch ein gutes Krisenmanagement die Ursache schnell ermittelt werden. Aus den sofort eingeleiteten Untersuchungen kann eindeutig geschlossen werden, dass eine Kontaktvergiftung der Bienen durch Abrieb des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Clothianidin bei Maissaatgut vorlag. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ordnete am 15.05.2008 mit sofortiger Wirkung das Ruhen der Zulassung von acht Saatgutbehandlungsmitteln an. Die betreffenden Mittel dürfen weder gehandelt, noch vorhandene Bestände ausgebracht werden. Der Bundesverband der deutschen Bienenzüchter D.I.B. fordert nun nach der Ursachenklärung die möglichst rasche Umsetzung weiterer Schritte. Dazu gehört, den Imkern in den betroffenen Regionen möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen. Außerdem müssen Maßnahmen ergriffen werden, die gewährleisten, dass sich Schäden des eingetretenen Ausmaßes nicht wiederholen können, so D.I.B.-Präsident Anton Reck.

Seit Jahren ist die Zahl der Imker und damit auch der Bienenvölker rückläufig. Denn zu auftretenden Bienenschäden kommt der fehlende Nachwuchs. Zum bundesweiten "Tag der deutschen Imkerei" am 5./6. Juli wollen die deutschen Imkerinnen und Imker auf diese Situation hinweisen und einem breiten Publikum zeigen, wie faszinierend die Bienenhaltung ist.

Quelle: Bundesverband der deutschen Bienenzüchter D.I.B.


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