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„Alles, was Recht ist!“: Interview mit Peter Fitzek zur weiteren Entwicklung des Königreichs Deutschland

Archivmeldung vom 24.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der Beitrag enthält am Ende des Textbereichs ein Video. Bild: Arnhold Blumenthal ExtremNews
Der Beitrag enthält am Ende des Textbereichs ein Video. Bild: Arnhold Blumenthal ExtremNews

Die Unzufriedenheit über das jetzige System wird in der Bevölkerung immer größer, wie es die sich ausweitenden Proteste auf der Straße, im Internet oder bei zahlreichen Treffen zeigen. Man macht dabei aber nicht nur seinem Unmut Luft, sondern es werden auch einige Lösungsmodelle aufgezeigt. Das spektakulärste von allen hat wahrscheinlich Peter Fitzek präsentiert, als er im Herbst 2012 das Königreich Deutschland mit seiner Gemeinschaft gegründet hat. Wie es dazu kam, was er zwischenzeitlich erlebte und wie es weitergehen soll, berichtet er in der neuesten Sendung von „Alles was Recht ist“, die am Ende des Textbeitrages in voller Länge kostenfrei zu sehen ist.

Seit Peter Fitzek im März 2011 erstmals bei ExtremNews auf dem Pendragon Kongress sein Konzept zu neuen staatlichen Strukturen vorgestellt hatte, hat sich sehr viel getan.

Bereits auf dem Pendragon Kongress im März 2011 erklärte Peter Fitzek, warum das Gesundheitssystem, Rentensystem und Geldsystem ausgedient haben und dringend reformiert werden müssen. Er übte dabei nicht nur Kritik an den Systemen, sondern erklärte den Besuchern auch detailliert seine Lösungen.

Da damals noch nicht von einem Königreich gesprochen wurde, wollte der ExtremNews Moderator zunächst wissen, wie es zu dieser Entwicklung kam. Peter Fitzek antwortete daraufhin, dass mittlerweile selbst Politiker sagen, dass die Bundesrepublik Deutschland kein echter Staat sei. Dies sei nicht seine Idee, wie man zum Beispiel an den verschiedenen Aussage von Schäuble, Gysi, Gabriel, Trittin, ... sehen kann. Fitzek: „Einfach nur das jetzige System zu kritisieren hilft nicht viel, es braucht Lösungen und die galt es zu schaffen. An dem alten System herumzuflicken bringt nämlich nichts. Das Ergebnis war die Gründung des Königreiches.“

Fitzek weiter: „Am 16. September 2012 wurde der Staat Königreich Deutschland gegründet, was zum Ziel hat, den Deutschen wieder einen echten Staat zu geben mit einer echten Verfassung, mit Systemen, die am Gemeinwohl ausgerichtet sind, die allen Menschen dienen und nicht nur einer kleinen Elite. Das wird auch weiter umgesetzt und macht große Fortschritte.“

Auf Nachfrage des ExtremNews Moderators, warum gerade die Form des Königreiches gewählt wurde, sagte Fitzek, dass er dies ursprünglich gar nicht so geplant hatte. Zuerst hatte er die Veranstaltung „Wir gründen den Staat Deutschland neu und Sie machen mit“ ins Leben gerufen. Hiermit wollte er die Leute motivieren, eine Basisdemokratie aufzubauen. Dabei zeigte sich jedoch, „dass die Leute sich dies noch nicht zutrauen und für die Idee wahrscheinlich die Zeit noch nicht reif war. Der Ansatz war zu fortschrittlich“. Aufgrund der Tatsache, dass die Leute keine Verantwortung übernehmen wollten, blieb um einen Staat zu gründen nur die Möglichkeit des Königreiches übrig. Hieraus könne später allerdings immer noch alles andere entstehen. Das Königreich sei quasi nur der Rahmen, in dem die neuen Strukturen wachsen können.

Es handelt sich dabei aber nicht um ein Königreich, wie es sich die Allgemeinheit üblicherweise vorstellt. Das Königreich Deutschland besitzt keinen König, sondern der ExtremNews Studiogast wurde als oberster Souverän gewählt. Fitzek stellt im Interview auch noch einmal klar, dass er entgegen anderer Behauptungen gewählt wurde und sich nicht selbst ernannt hat.

Das Konstrukt dient somit als Platzhalter, das den Gemeinden ermöglicht, sich an der Basis neu zu strukturieren, dass sich Räte bilden können, wie Gemeinderäte, Stadträte usw., so dass sich die Bürgermeister selbst, gewählt von den Leuten, zusammenfinden, um beispielsweise in größeren Räten, wie dem Kreisrat die Belange des ganzen Landkreises zu organisieren. „Der Staat ist so kein Herrschaftsinstrument einer kleinen elitären Kaste, die die da unten regiert, sondern nur ein Organisationswerkzeug. Es gibt so eine stabile breite Basis, die auch autonom sein kann, die selbstverwaltend tätig ist und sich nach oben organisiert, um beispielsweise größere Belange, wie einen landkreisübergreifenden Straßenbau zu organisieren. Das ist das Prinzip vom Königreich Deutschland.“ Um diese Ordnung zu schützen gibt es den Monarch, abgeleitet von mono, eins. Es handele sich dabei jedoch um eine Wahlmonarchie. Der Monarch habe auch nur drauf zu achten, dass das geltende Recht eingehalten wird.

Darin sieht Peter Fitzek einen weiteren großen Unterschied zur Bundesrepublik Deutschland, denn hier wird, wie er erklärt, „das Recht schon lange nicht mehr eingehalten, sondern jeder macht im Prinzip was er will. Es handelt sich sowieso nur um eine Scheindemokratie, wo das Volk nichts zu sagen hat.“ Fitzek führt dazu das Zitat von Horst Seehofer an, der sagte: „Die, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden und die Entscheider werden nicht gewählt.“ Außerdem nennt der Oberste Souverän des Königreichs im Interview weitere Beispiele, die mit einer Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun haben, was man alleine daran sieht, wenn man sich den Ablauf und die Hintergründe der letzten Razzia gegen das Königreich Deutschland ansieht. So sei die Bafin nur darauf aus, zu verhindern, dass alternative Finanzsysteme entstehen. Sie beschütze ausschließlich das alte System. „Die Bafin hat mittlerweile soviel Macht, dass sie ihre eigene Gesetze auslegt, die eigenen Bescheide erlässt und sie gleichzeitig auch noch vollstreckt. Früher war dies nicht so.“

Die Widerstände, die die Bafin gegenüber seiner Struktur ausübt, sieht er als bald überwunden an. Zuversicht gibt der kürzlich durchlebte Prozess in dem weitgehend seiner Ausrichtung Recht gegeben wurde. Hier wurde festgestellt, dass er weder egoistisch gehandelt noch sich Geld in die eigene Tasche gesteckt hat. Er habe keinerlei Gelder zweckentfremdet. Die Behauptungen, die diesbezüglich bei Wikepedia stehen, seien vollkommener Unsinn. Es werde mit falschen Behauptungen versucht, Menschen davon abzuhalten, sich zu einen und Zwiespälte geschaffen.

Ob das Konstrukt schlussendlich Königreich Deutschland, Freistaat Preußen oder einen anderen Namen trägt, sei ihm vollkommen egal. Peter Fitzek stellt im Interview in diesem Zusammenhang klar, dass er sich nicht von anderen Ideen abkapseln will und er sich für jedes andere dem Gemeinwohl dienende und ethisch vertretbare Projekt offen zeigt. „Das, was jetzt geschafft werden muss, ist ein neues Gemeinwesen aufzubauen und das können wir nur gemeinsam.“ Meckern verändert nichts, es geht nur durch die Handlung, deshalb wurde von ihm und seiner Gruppe der Feldversuch mit dem Königreich Deutschland gemacht. Der Aufbau wurde in so einer Weise geschaffen, dass das alte System nicht zuständig sei und allen Menschen diene. Peter Fitzek würde jetzt gerne die geschaffenen Strukturen anderen zur Verfügung stellen.

Auf die Frage, wie die nächsten Schritte aussehen werden, sagt, Fitzek, dass man jetzt erst einmal die ganzen Bescheide der Bafin anfechten werde. Dies soll alles ganz transparent geschehen, daher will man verstärkt die Presse mit ins Boot holen. „So kann jeder mitbekommen, dass das, was die Gemeinschaft macht, völlig legal ist.“

Peter Fitzek fährt bezüglich der Weiterentwicklung damit fort, dass die „Deutsche Gesundheit“ und „Deutsche Rente“, neu geschaffen werden und es auch die Reichsbank wieder geben wird. Das Königreich Deutschland werde demnächst die Reichshauptkasse als Alternative zum jetzigen Bankensystem eröffnen. Man will wie Phoenix aus der Asche auftauchen mit erweiterten Strukturen, die auch regional verteilt sind, den Feldversuch in Wittenberg erweitern. So wird sich die Struktur noch viel weiter verbreiten und noch mehr Menschen erreichen. Die Basisdemokratie könne sich jetzt Schritt für Schritt bilden. Je mehr versucht wird gegen sie etwas zu unternehmen, um so mehr werde die Gemeinschaft zum „Alptraum des jetzigen Systems“ werden. Fitzek sagt weiter, dass sie sich jetzt schon so vorkommen, als seien sie „Staatsfeind Nummer 1“.

Demnächst will man Projekte ausschreiben, für die sich alle Interessierten beim Königreich Deutschland melden können.

Abschließend fordert Peter Fitzek noch, dass es Zeit wird, endlich aufzuwachen, „denn wenn die Menschen nicht aufpassen, enden sie in einer bargeldlosen Sklaverei. Es sei denn, sie bemerken endlich, dass es auch andere Wege gibt, wie sie sich vom alten System lösen können. Es darf nicht der Fehler gemacht werden, das alte System im Chaos versinken zu lassen, wenn es kein besseres Neues gibt. Die Folge wäre ansonsten Mord und Totschlag und wahrscheinlich kämen im Anschluss wieder die Gleichen dran wie vorher.“ Die Geschichte habe dies bereits genug gezeigt.

Im Laufe des Interviews sprach der ExtremNews Moderator mit Peter Fitzek noch über einige weitere Themen, wie beispielsweise die neuesten Geschehnisse in der Welt, die Situation in Griechenland sowie über die aktuelle Pegida Debatte. Was der Studiogast hierzu sagte, erfahren Sie im nachfolgenden Video:

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