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Was keiner mehr weiß: Die meisten Politiker wollten keine Deutsche Einheit

Archivmeldung vom 10.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Heiko Schrang
Bild: Heiko Schrang

Millionen Menschen feierten gestern in Berlin den Mauerfall vor 25 Jahren. Ein Ereignis, wodurch eine Jahrzehntelange Sehnsucht nach einem wiedervereinigten Deutschland sich erfüllen sollte. Umgesetzt von den Politikern am 3.10.1990, oder war es doch ganz anders? Der Publizist Heiko Schrang sprach gestern vor dem Kanzleramt über das, was keiner mehr weiß: Die meisten Politiker wollten keine Deutsche Einheit.

In seiner heutigen Erklärung zu seiner gestrigen Rede schreibt Heiko Schrang: "Im November 1989 hatten die Menschen in der ehemaligen DDR auf den Straßen gerufen: „Wir sind das Volk!“. Ein Großteil der Politiker im Westen dachten aber genau das Gegenteil. Mittlerweile ist dies in Vergessenheit geraten, obwohl sie damals lautstark und öffentlich sich gegen eine Wiedervereinigung aussprachen. Nachdem es aber kein Zurück mehr gab, sprangen Sie auf den Wiedervereinigungszug auf. Es sind dieselben, die jetzt am Wiedervereinigungsbuffet stehen und sich feiern lassen. Damals, als die Mauer fiel, spiegelten sich in ihren Gesichtern und Kommentaren Ratlosigkeit bis Entsetzen, von Freude war dort keine Spur. Mehr zum Thema Souveränität steht im neuen Buch “Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen 2“.

Hier eine kleine Auswahl:

Im Mai 1990 bei einer Demo der Grünen in der ersten Reihe hinter dem Transparent. „Nie wieder Deutschland! Gegen den deutschen Nationalismus“ waren zu sehen: Jutta Ditfurth, Claudia Roth und Angelika Beer.

Am 27.9.1989 sagte der damalige Oppositionsführer der SPD von Niedersachsen, Gerhard Schröder der „Hannoverschen Zeitung“: „Eine auf Wiedervereinigung gerichtete Politik ist reaktionär und hochgradig gefährlich.“

Oskar Lafontaine sagte als stellvertretender SPD-Vorsitzender am 18.12.1989 beim Parteitag in Berlin: „Wiedervereinigung? Welch´ historischer Schwachsinn!“

Erhard Eppler von der SPD sagte im September 1989: „Wenn wir die deutsche Einheit fordern, machen wir alle Hunde scheu.“ Der spätere Bundespräsident Johannes Rau forderte am 18.11.1989 als Ministerpräsident von Nordrhein/Westfalen in der „Süddeutschen Zeitung“: „Wiedervereinigung ist die Rückkehr zum Alten. Jetzt wird ein Zukunftsmodell gebraucht.“

Willy Brandt erklärte als SPD-Vorsitzender am 15.9.1989 in der „Frankfurter Rundschau“: „Die Hoffnung auf Wiedervereinigung wird gerade zur Lebenslüge der Zweiten Republik.“

Nur acht Tage vor dem Mauerfall setzte Egon Bahr nach: „Lasst uns um alles in der Welt aufhören, von der Einheit zu träumen oder zu schwätzen.“ Als Mitglied des SPD–Präsidiums sagte Egon Bahr am 13.12.1989 weiter: „Unerträglich wäre Sonntagsrederei, wonach die Wiedervereinigung vordringlichste Aufgabe bleibt. Das ist Lüge, Heuchelei, die vergiftet und politische Umweltverschmutzung.“

Joschka Fischer sagte als grüner Fraktionschef in Hessen am 27.7.1989 in einem „Bunte“ Interview: „Ein wiedervereintes Deutschland wäre für unsere Nachbarn nicht akzeptabel. Das Wiedervereinigungsgebot im Grundgesetz wäre in seiner Konsequenz ein Unglück für das deutsche Volk. Ich kann mir nicht vorstellen, welchen Vorteil die Deutschen von einer Wiedervereinigung hätten!“

Der ehemalige PDS – Vorsitzende Gregor Gysi wollte die Vereinigung Deutschlands mit allen Mitteln verhindern. Gysi trat erstmals am 10.12.1989 auf den Plan. Die Beseitigung der innerdeutschen Grenze sei „eine große Gefahr für die Stabilität auf dem europäischen Kontinent“, unkte Gysi vor dem Vize-ZK- Sekretär Raffael Fjordorow. Gysi malte ein Schreckgespenst eines Krieges an die Wand: „Man muss befürchten, dass das deutsche Monopolkapital nicht an der Oder/Neiße-Grenze halt machen wird.“

Lange galt es als wohl gehütetes Geheimnis, dass Deutschland als Preis für die Wiedervereinigung seine D-Mark aufgeben musste. Erst 2010 berichtete der Spiegel, nachdem der Euro gegen den Willen der Bevölkerung ein fest verankertes Zahlungsmittel wurde, dass Frankreich als Preis für die Wiedervereinigung die Aufgabe der D-Mark zur Bedingung machte.

Helmut Kohl gab damals dem Druck nach und schwenkte auf den französischen Kurs ein. Am 09. Dezember 1989, auf dem Gipfel in Straßburg, nur 4 Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, für den Beschluss, im Dezember 1990 die Regierungskonferenz zur Herstellung der Währungsunion einzusetzen. Das Ergebnis des Gipfels nannte er: "Insgesamt sehr gelungen". Was er wirklich empfand, berichtete er Jahre später, im Frühsommer 1997, in kleiner Runde: Damals "habe ich mit die dunkelsten Stunden meines Lebens durchgemacht". Er soll in diesem Gespräch auch gesagt haben, die Vereinigung in zwei Jahren wäre ein wirtschaftliches Abenteuer. Damit wurde das Ende der D-Mark besiegelt.

In den letzten 25 Jahren sind die ehemaligen Gegner der deutschen Einheit unter anderem als Mitglieder des Bundestages, Bundespräsidenten, Bundesminister, bzw. Bundeskanzler zu finden."

Quelle: Heiko Schrang

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