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Gesundheit bis ins hohe Alter: Die Geheimnisse der Hunza

Freigeschaltet am 29.06.2019 um 10:36 durch Andre Ott
Bild: Abdullah Shakoor auf pixabay.com
Bild: Abdullah Shakoor auf pixabay.com

Im gebirgigen Norden Pakistans liegt das Tal der Hunza (Hunzukuc). Die Bewohner dieses abgelegenen Tales, auf 2.590m Höhe im Himalaya, haben eine Lebenserwartung von etwa 120 Jahren. Einige werden sogar bis zu 150 Jahre alt, während im restlichen Pakistan die durchschnittliche Lebenserwartung bei 67 Jahren liegt.

Ob die Höhe der Lebenserwartung stimmt oder nicht, darüber kann man streiten. Zweifelsfrei richtig ist die Tatsache, dass die Hunza sehr abgeschieden leben und dass ihre Lebensumstände sie gesünder bleiben lassen. Ohne Zweifel liegt deren Lebenserwartung mindestens bei 100 Jahren.

Tatsache ist auch, dass die Hunzafrauen länger Kinder gebären können als gewöhnlich, dass sie niemals krank werden und dass sie resistent gegen Krebskrankheiten sind. Einige dieser Behauptungen sollten jedoch mit Vorsicht gelesen werden, denn es kursieren einige Informationen zu den Hunza, die eigentlich unglaublich klingen. Zum einen heißt es, dass Hunzafrauen noch zwischen 60 und 90 Jahren schwanger werden können, andere wieder sagen, dass die Hunza Abkömmlinge von Alexander dem Großen seien.

Wegen der Abgeschiedenheit des Hunza-Tales von der Außenwelt, sind die Bewohner reine Selbstversorger, was ihre Nahrung anbelangt. Zum Trinken und Baden nehmen sie frisches Gletscherwasser aus den Bergen. Die Hunza essen keine verarbeiteten Nahrungsmittel wie wir sie alle kennen. Ihr Gemüse, ihre Milch und ihr Korn kommen unverarbeitet auf den Tisch. Bei den Früchten gehören Aprikosen zu ihren Grundnahrungsmitteln. Sie machen für mehrere Monate im Jahr eine Kur, die hauptsächlich aus Aprikosensaft besteht. Das ist wohl der Grund dafür, dass die Hunza nie an Krebs erkranken, weil der Saft sehr viel „Vitamin B17“ bzw. Amygdalin enthält. Während der Kur essen sie wenig Fleisch aber viel Früchte und rohes Gemüse. Ein weiterer Grund für die stabile Gesundheit der Hunza könnte darin liegen, dass ihr Land sehr hoch liegt und sie reine Gebirgsluft atmen.

Ob die Hunza wirklich bis zu 150 Jahre alt werden, ist schwer zu sagen. Ein Anthropologe erklärte, dass die Hunza eine andere Zählweise für das Alter haben, denn sie addieren zum tatsächlichen alter die Weisheit des Einzelnen, umgerechnet in Jahren, hinzu. Geburtsurkunden wie wir sie kennen, existieren nicht. Hier bemerkt man, dass die Hunza Menschen mit einem hohen Alter nicht etwa als schwach ansehen, sondern diese im Gegenteil sehr ehren und Schätzen – je älter ein Mensch wird, desto weiser wird dieser.

Die Sprache der Hunza heißt Burushaski und hat keinerlei Verbindung zur Indogermanischen Sprachfamilie oder zur tibetischen Sprache im Nachbarland. Es gibt jedoch eine Ähnlichkeit zur Sprache der Basken in Spanien. Die baskische Sprache und Burushaski haben 70 Wörter gleichen Ursprungs. Forscher schließen daraus, dass beide Völker ihren Ursprung von einem kaukasischen Stamm haben. Von allen in Pakistan lebenden Bevölkerungsgruppen haben die Hunza den hellsten Teint. Es könnte also durchaus sein, dass sie Abkömmlinge eines Stammes sein, der für die Armee von Alexander dem Großen gedient haben oder dass sie von einem europäischen Nomadenvolk abstammen.

Wenn man auch über die Höhe der Lebenserwartung der Hunza etwas im Unklaren ist, so ist es doch unbestritten, dass sie sowohl physisch als auch mental einen gesünderen Lebensstil pflegen als Europäer. Wenn man die Berichte von Forschern, die die Hunza besucht haben, liest, dann erfährt man, dass den Hunza Stress, wie wir ihn kennen, völlig unbekannt ist. Sie lieben ihr Leben und ihre körperlich anstrengende Arbeit, die ihnen ihr einfaches Dasein sichert. Vielleicht könnte dies ein Hinweis für uns sein, dass ein einfaches Leben eine Wohltat für uns alle sein kann.

Hier seht ihr eine kurze Dokumentation (in englischer Sprache), die das Hunza-Tal etwas näher zeigt und veranschaulicht, was die Hunza essen:

Ein Video über die Hunza mit ein paar interessanten Bildern von “Gesundes Wohnen“:


Jedenfalls deutet alles darauf hin, dass die Lebensweise, trotz des rauen Klimas, erheblich dazu beiträgt, dass der Mensch problemlos dazu in der Lage ist, bei bester Gesundheit ein sehr, sehr hohes Alter zu erreichen. Dabei scheint einem nicht immer die „moderne, westliche“ Welt behilflich zu sein, aber jeder hat selbst die Möglichkeit, sein Leben natürlicher zu gestalten.

Quelle: Gute Nachrichtenthewildchild.co.za

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