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Chef der Hausärzte im Saarland rät: Weniger Maske tragen: „Wir müssen wieder zurück zu einem normalen Leben“

Archivmeldung vom 21.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

Mitten im Sommer gehen in Deutschland die Erkältungen um. Trotz der warmen Jahreszeit leiden hierzulande derzeit ungewöhnlich viele Menschen an Erkältungskrankheiten. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte die Zahl der sogenannten akuten respiratorischen Erkrankungen Anfang dieses Monats auf 4,5 Millionen innerhalb einer Woche. Dies berichtet Daniel Weinmann auf dem Portal "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Weinmann: "Dies entspricht etwa einer Erkrankung auf 18,5 Einwohner. In den Vorjahren – sowohl während als auch vor der Corona-Pandemie – lagen die Werte deutlich darunter. Bei den Erwachsenen gebe es bis zu dreimal mehr Arztbesuche als in den Jahren vor der Corona-Pandemie zu dieser Zeit, berichtet das RKI.

Zwei Jahre Maskenpflicht fordern offensichtlich ihren Tribut. Experten zufolge ist das Immunsystem vieler Menschen durch das andauernde Maskentragen zu selten mit potenziellen immunologischen Gefahren konfrontiert worden und daher für sämtliche aerogenen Erreger untrainiert. Es hat schlicht verlernt, die Menschen vor schädlichen Eindringlingen zu schützen.

»Wir müssen wieder zurück zu einem normalen Leben«

Während der Corona-Zeit hätten die Abstands- und Maskenpflicht auch die Übertragung der Erkältungs- und Grippeviren eingedämmt, bestätigt Michael Kulas, Chef des saarländischen Hausärzteverbandes, diese Vermutung. Dadurch seien zudem weniger Abwehrkräfte durch Antikörper aufgebaut worden. „Wir haben zwei Jahre lang zurückgezogen gelebt, haben nahezu alle Infekte vermieden oder verhindert“, sagte Kulas der Saarbrücker Zeitung.

Seine Empfehlung: „Wir müssen wieder zurück zu einem normalen Leben. Dazu gehört auch, dass wir uns die Hände geben und uns umarmen.“ Zu erleben sei jetzt, was passiere, wenn das Immunsystem auch durch große Hygienemaßnahmen allzu sehr geschont werde.

Masken-Fetischist Karl Lauterbach hält davon wenig. Bereits nach dem Ende des Maskenzwangs in Innenräumen hatte sich der Bundesgesundheitsminister dafür ausgesprochen, weiter die im deutschen Volksmund als Mundnasenschutz verbrämte Gesichtsbedeckung zu tragen. Nun hat er seine Kabinettskollegen hinter sich geschart und den Weg für eine Maskenpflicht in Innenräumen spätestens ab Herbst geebnet.

»Die Maske ist nichts Natürliches«

„Für die Gesellschaft ist das fatal“, kommentiert die Welt die Marschrichtung von Panik-Karl. „Die Entscheidung bestätigt ein moralisierendes Symbol, das die Missstände im Gesundheitswesen verdeckt. Und verfestigt die Neurosen, die sich hinter der Maske verbergen.“

Während die Maske für Lauterbach & Co. gekommen ist, um zu bleiben, hält der saarländische Hausärzte-Chef deren flächendeckendes und kontinuierliches Tragen auf Dauer nur für bedingt sinnvoll. Die Maske sei „nichts Natürliches“, so Michael Kulas. Gleichwohl hält er sie bei hohen Corona-Inzidenzen zumindest in geschlossenen, von vielen Menschen frequentierten Räumen für sinnvoll.

Der Mediziner ermutigt zu einem Prinzip, das dem System Lauterbach gänzlich fremd ist: Die Menschen sollen selbstverantwortlich entscheiden, wo sie von der Maske Gebrauch machen und wie effektiv sie sich schützen wollen – nicht nur vor Covid-19. Zugleich stellt er klar: „Wir müssen unser Immunsystem wieder hochfahren.“

Quelle: Reitschuster

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