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Schlafapnoe: So bekommen Betroffene nachts wieder besser Luft

Archivmeldung vom 11.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Helga Gross / pixelio.de
Bild: Helga Gross / pixelio.de

Nächtliche Atemaussetzer können schwere gesundheitliche Folgen haben: Schlafapnoe-Patienten verursachen mehr Unfälle als ausgeruhte Menschen, der Blutdruck kann steigen und auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Häufigste Ursachen der Erkrankung sind schlaffe Muskeln der oberen Atemwege und das Zurückfallen der Zungenbasis in den Schlund. Doch es gibt gute Therapien, wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" schreibt. Am besten untersucht ist die CPAP-Atemtherapie: Dabei trägt der Patient eine Maske über der Nase oder über Mund und Nase. Diese ist über einen Schlauch mit einer Art Kompressor verbunden, der kontinuierlich Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege bläst. Dadurch öffnet sich der Weg zur Lunge. Rund zwei Drittel der Schlafapnoe-Patienten kommen mit der Atemmaske gut zurecht und profitieren sehr von der Therapie, die von den gesetzlichen Kassen bezahlt wird.

Alternativen: Schiene und Zungenschrittmacher

Eine Alternative ist die Unterkieferprotrusionsschiene: Ein Zahnarzt passt dem Patienten eine Schiene für Ober- und Unterkiefer an, die gegeneinander verschoben werden können. Durch das Vorschieben des Unterkiefers wird die Zunge nach vorne gehoben, die Atemwege werden geöffnet und gestrafft. Bisher erstatten nur einzelne Kassen die Kosten dafür. Das könnte sich aber in den nächsten Jahren ändern.

Wer weder Maske mit noch Schiene zurechtkommt, für den gibt es eine dritte Option: einen Zungenschrittmacher, der bei jeder Einatmung den Zungennerv stimuliert, dadurch das Organ nach vorne zieht und den Schlund offen hält. Allerdings ist diese Behandlung mit Gesamtkosten von weit über 20.000 Euro teurer. Operationen wiederum korrigieren eine Anatomie, die Atemaussetzer begünstigt.

Wechsel in die Seitenlage hilft

Nicht selten ist die Lösung aber viel einfacher: Denn etliche Patienten haben nur in Rückenlage Atemaussetzer. Hierfür kommen bald Geräte auf den Markt, die vibrieren, wenn man sich auf den Rücken dreht, und so den Nutzer dazu bringen, in Seitenlage zu wechseln. Übergewichtige hingegen profitieren am meisten, wenn sie den Kampf gegen die Pfunde aufnehmen. Auch auf abendlichen Alkohol, der den weichen Gaumen weiter erschlaffen lässt, sollten Patienten verzichten. Ausführliche Informationen und weitere Tipps finden Leserinnen und Leser in der "Apotheken Umschau".

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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