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Pflanzliche Arzneimittel: Auch mit Alkoholzusatz für junge Menschen geeignet

Archivmeldung vom 31.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Schnaps sind für Kinder und Jugendliche natürlich zu Recht tabu. Alkoholhaltige pflanzliche Arzneimittel wie zum Beispiel Hustensäfte stellen hingegen in der Regel keine Gefahr für junge Menschen dar. Vorausgesetzt, sie werden richtig eingenommen. "Schon Paracelsus wusste, dass allein die Dosis das Gift macht", erklärt Dr. Nicole Armbrüster, Expertin für pflanzliche Arzneimittel beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

"Deshalb muss die Dosis unbedingt dem Alter angepasst werden. Der Organismus, insbesondere die Leber von Kindern reagiert nämlich sensibler auf Alkohol als bei Erwachsenen. Beim Dosieren der Arzneimittel sollten sich Eltern aber keinesfalls auf Faustformeln verlassen, die etwa im Internet kursieren. Fragen Sie stattdessen unbedingt einen Kinderarzt oder Apotheker und lesen Sie aufmerksam die Packungsbeilage. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie die Medikamente an einem sicheren, für Kinder unerreichbaren Ort aufbewahren, zum Beispiel im obersten Fach des Schlafzimmerschranks."

Dass manche pflanzliche Arzneimittel bei der Herstellung mit Alkohol angereichert werden, ist unerlässlich. So dient Ethanol zum Beispiel dazu, einzelne wirksame Pflanzenstoffe zu lösen und so die Basis des pflanzlichen Arzneimittels zu gewinnen. Alkohol als Begleitstoff kann auch ganz praktische Effekte bei der Einnahme mit sich bringen, weil er dazu beitragen kann, dass bestimmte Wirkstoffe schneller von der Magen- und Dünndarmschleimhaut ins Blut übergehen. Nicht zuletzt wird Alkohol auch als Konservierungsstoff benutzt. Damit ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass pflanzliche Präparate stabilisiert werden und wir sie länger aufbewahren und wiederverwenden können. Würde man statt Alkohol künstlich hergestellte Konservierungsstoffe verwenden, erhöhte sich auch das Risiko allergischer Reaktionen aufseiten der Patientinnen und Patienten. "Alkohol in pflanzlichen Arzneimitteln hat also durchaus auch für junge Menschen viele Vorteile", sagt Nicole Armbrüster. "Einen Schwips oder körperliche Schäden muss man nicht befürchten, wenn genau die ärztlich verordnete Menge eingenommen wird. Geringe Alkoholmengen können Kinder sehr schnell verstoffwechseln. Übrigens produziert jeder menschliche Körper von sich aus Alkohol, etwa wenn Essensreste im Magen-Darmtrakt gären. Zudem nehmen sowohl Erwachsene als auch Kinder im Alltag durch die Nahrung unwissentlich Alkohol zu sich, zum Beispiel wenn sie Brot essen oder Apfelsaft trinken. Allein ein Glas Apfelsaft enthält etwa 0,4 Prozent Alkohol. Nach Angaben der Universität Leipzig nimmt man mit so einem Glas hochgerechnet etwa doppelt so viel Alkohol auf wie durch eine Erwachsenen-Dosis Magentropfen mit 31 Prozent Alkoholgehalt."

Quelle: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (ots)

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