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Pflegekräfte: Gestresst und unterbezahlt!

Archivmeldung vom 09.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pflegepersonal in der Ausbildung. Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de
Pflegepersonal in der Ausbildung. Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de

Das Pflegepersonal ist in Deutschland mittlerweile aus dem Alltag vieler Familien nicht mehr wegzudenken, schreibt Volker Hahn bei watergate.tv. Demnach sind sie nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in der häuslichen Krankenpflege sind die fleißigen Angestellten zu finden. Pflegeberufe sind Berufe, bei denen es nicht zuletzt um das zwischenmenschliche Miteinander, das pflegen und das helfen geht. Und genau für diese zwischenmenschliche Interaktion bleibt häufig keine Zeit im übervollen Alltag des deutschen Pflegepersonals.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Journalist Hahn weiter: "Schlechte Bezahlung, etwa 2.200,- Euro im Monat oder sogar weniger, ständiger Stress aufgrund eines immer zu vollen Terminkalenders aufgrund von Personalmangel und die Arbeit in einem strengen und häufig wechselnden Schichtdienst, der den Körper der Pflegekräfte zusätzlich beanspruchen.

Ganz zu schweigen davon, dass es Schichten von bis zu 12 Stunden am Stück geben kann. Wer sich nach einer langen Ausbildung in einem derart fordernden Beruf wiederfindet in dem es derzeit keine Möglichkeit gibt an dem stressigen Alltag etwas zu ändern, der gibt häufig nach nicht mal zehn Jahren im Beruf auf und sucht sich eine andere Beschäftigung. Es ist oft einfach zu viel!

Nun will die Regierung mit zwei Gesetzen die Situation entschärfen und verkennt dabei aber das grundlegende Problem. Dies ist der Personalmangel, der sich übrigens nicht so einfach beheben lässt, da die Anzahl der Pflegebedürftigen in Zukunft sogar noch steigen wird.

Und zwar signifikant: Bis 2050 wird es etwa 75% mehr pflegebedürftige Menschen geben. Das ist ein rasanter Anstieg, den, wird das Problem nicht schnell behoben, vor allem die derzeitigen Pflegekräfte mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen bezahlen müssen.

Nun sollen also die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade abgelöst werden. Zudem soll anhand einer Liste von 77 einzuberechnenden Aktivitäten festgestellt werden, wie lange ein Pfleger tatsächlich für die Erfüllung seiner Aufgaben braucht.

So soll dem Stress und der Akkord-ähnlichen Arbeitsweise vorgebeugt werden, die derzeit durchaus - trotz der hohen Arbeitslosenquote - ein Grund dafür sein könnte, dass Pflegeberufe nicht sehr weit oben auf der Wunschliste stehen."

Möchten Sie mehr zum Thema erfahren? Dann lesen Sie den vollständigen Artikel unter
http://www.watergate.tv/2017/01/02/volker-hahn-pflegekraefte-sind-unterbezahlt-interessiert-regierung-nicht/

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