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Liebe geht DOCH durch den Magen: Die Gespenster von Vergangenheit und Zukunft

Archivmeldung vom 11.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: Herbert Jost-Hof
Grafik: Herbert Jost-Hof

Oscar Wilde sagte. „Ich liebe Männer mit Zukunft und Frauen mit Vergangenheit.“ - Kann aber ein Mann mit Vergangenheit eine Zukunft mit einer Frau haben?

Eintrag in Uschis Tagebuch vom 11. Oktober 2014: Die Bäume sagen, dass es nun endgültig Herbst wird, auch wenn die Tage noch mild sind. Ich schreibe das nur, um einen Anfang zu finden. Das Wetter ist mir eigentlich herzlich egal. Der Vollmond auch. Zum Teufel damit!

Warum kann es ihn nicht geben, den perfekten Mann? Nur weil es auch keine perfekte Frau gibt?

Vielleicht sollte ich eine Therapie machen. Man sagt, dass es ein Zeichen von Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut und dabei auf ein anderes Ergebnis hofft. Wenn das auch für Beziehungen gilt, dann muss ich einen an der Waffel haben.

Also auch noch Ronald. Dabei hatte es wirklich so gut ausgesehen. Gibt es denn da draußen irgendeinen vernünftigen Mann, der wirklich frei ist, ohne Beziehungsmüll und irgendwelche „... aber unsere Beziehung ist eigentlich beendet“-Geschichten? Was heißt denn EIGENTLICH? Warum immer nur EIGENTLICH? Warum nicht wirklich?

Und warum erfährt man das immer gerade dann, wenn man wirklich verliebt ist? Nicht zwei Tage vorher. Nein. Immer dann, wenn man am leichtesten zu verletzen ist!
Natürlich gibt es Dinge, die man anderen nicht von Anfang an erzählt. Aber kann ein Mann nicht sagen: Das hier wird ernst, deshalb muss ich Dir etwas erzählen, bevor es zu spät ist …?
Verdammt, wir sind doch keine Kinder mehr!

Vielleicht ist es das. Vermutlich ist es das: Wir sind keine Kinder mehr. Vermutlich ist es falsch zu erwarten, dass man in meinem Alter jemanden trifft, der völlig mit der Vergangenheit abgeschlossen hat.
Vielleicht ist es auch nicht sein Fehler. Vielleicht kann ich nicht damit umgehen. - Na, und wenn es so ist? Ich habe meine Gründe. MEINE Vergangenheit.

Ist das ein besserer Grund? Leichter zu verzeihen? Sind meine Geister besser als seine oder weniger störend?

Warum muss ich eigentlich immer so verdammt vernünftig und gerecht sein, wenn ich doch viel lieber ungerecht und knatschig sein will?

Möglicherweise ist DAS ein Grund für eine Therapie.

Egal.

Nein, ich kann ihm wohl keine Vorwürfe machen. Er hat mich nicht verletzt. Aber er könnte es. Es sind nicht die Geister der Vergangenheit, vor denen ich Angst habe, sondern die der Zukunft. Ist das nicht, was man eine „sich selbst erfüllende Prophezeiung“ nennt?

Mag sein, uns beiden ist die Kürbissuppe nicht bekommen. Allzuviel ist bekanntlich ungesund und ich hätte das Zeug gleich komplett einfrieren sollen. So wie meine Beziehung zu Ronald. Aber die sollte schneller wieder aufzutauen sein. Jedenfalls hoffe ich das. Und ich meine „auftauen“, nicht „aufwärmen“, von Aufgewärmtem habe ich genug (und es ist mir gleich, ob MAN Beziehungen mit Suppen vergleichen kann oder nicht, ich jedenfalls kann das!).

Dann sollten wir eine Übereinkunft treffen, ja das werde ich ihm vorschlagen: Keine Vergangenheit, keine Spekulationen über die Zukunft, sondern nur das Jetzt, Hier und Jetzt.
Das klingt nach einem vernünftigen Plan.

Er wird zustimmen. Er wird es verstehen. Genau betrachtet, stehen die Chancen doch wirklich gar nicht so schlecht zwischen uns.
Und sagt man nicht, dass in jeder Krise eine Chance liegt?

ENDE … für jetzt, hier und jetzt.

Text von Herbert Jost-Hof

Passend zur Kolumne von Herbert Jost-Hof folgen hier nun zwei Rezepte, eines davon vegan.

Kürbissuppe mit verschiedenen Käsesorten

Rezept für 4 Portionen
Zutaten:

1 mittelgroßer Hokkaido Kürbis
2 mittelgroße Zwiebeln
1 EL Rapsöl
20 g Butter
100 g Sahne-Schmelzkäse und/oder
Ziegenfrischkäse und/oder
Blauschimmelkäse
1 1/2 cm Ingwer, frischer, gehackt
1 TL Currypulver
1 Knoblauchzehe
1 TL, gehäuft Gemüsebrühe, instant
Chilipulver
Meersalz und schwarzer Pfeffer
evtl. Körner (Sesam oder Sonnenblumenkerne), geröstet
evtl. Parmesan
evtl. Petersilie
evtl. Koriandergrün
wenig Möhren
wenig Kartoffeln
n. B. Wasser

Zubereitung:

Die Zwiebeln grob würfeln und in einem Gemisch aus Butter und Öl glasig braten. Den geschälten und in kleine Stücke gehackten Kürbis (Hokkaido) hinzugeben. Anbraten, bis er im Topf leicht ansetzt bzw. gebräunt ist, um Röstaromen zu erhalten (wer Möhren und/oder Chilipulver zufügen möchte, kann diese mitbraten).

Mit heißem Wasser aufgießen, bis der Kürbis gerade so bedeckt ist (evtl. jetzt in Würfel geschnittene Kartoffeln zufügen). Gemüsebrühe, Ingwer und Knoblauch zugeben. 15 min. köcheln lassen. Currypulver, frischen Pfeffer und etwas Salz hinzufügen. Pürieren.

Den Topf vom Herd ziehen und Käse nach Wahl mit dem Schneebesen unterziehen. Nicht mehr aufkochen (Sahneschmelzkäse kann mit Ziegenfrischkäse oder Blauschimmelkäse gemischt werden, schmeckt aber auch allein sehr gut).

Variationen: Mit Koriandergrün, Petersilie, frisch geriebenem Parmesan, gerösteten Sesam- oder Sonnenblumenkernen bestreuen. Die Suppe kann eingefroren werden.

Arbeitszeit: ca. 35 Min.

Kürbissuppe

Rezept für 4 Portionen
Zutaten:

1 1/2 kg Kürbisse
50 g Zwiebeln
1 EL Olivenöl
1 Liter Gemüsebrühe
300 g Kartoffeln
Meersalz und schwarzer Pfeffer
n. B. Currypulver
Koriander

Zubereitung:

Den Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Zwiebeln und Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.

In einen größeren Topf die Zwiebeln im Olivenöl hell anschwitzen. Kürbis und Kartoffeln dazugeben und kurz mitbraten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Suppe zum Kochen bringen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Pürieren und mit Salz, Pfeffer, evtl. auch Curry sowie Koriander abschmecken.

Arbeitszeit: ca. 30 Min.

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