Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wissenschaft US-Rechtswissenschaftler: Das Urknall-Experiment am CERN birgt ungelöste juristische Probleme
Navigation
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail und zusätzlich die Chance haben monatlich tolle Sachpreise zu gewinnen? Dann tragen Sie sich hier ein:
Anzeige

US-Rechtswissenschaftler: Das Urknall-Experiment am CERN birgt ungelöste juristische Probleme

veröffentlicht 01.02.2010 15:16
Bilder
Bild: CERN
In Kürze wird das Urknall-Experiment mit dem Teilchenbeschleuniger LHC am CERN bei Genf nach einer Wartungspause erneut hochgefahren. Eine Reihe von renommierten Kritikern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA haben wegen der unberechenbaren Gefahren bereits Klage erhoben. Das größte Risiko geht ihrer Meinung nach von winzigen Schwarzen Löchern aus, die sich im Erdkern einnisten und eine globale Katastrophe auslösen könnten.

Professor Eric E. Johnson, ein Rechtswissenschaftler an der University of North Dakota, hat sich zu diesem komplexen Thema erstmals aus der Sicht des Juristen geäußert. Das größte Problem liegt seiner Meinung nach darin, dass die Materie nur von wenigen Physikern selbst verstanden wird. Darüber hinaus genieße das CERN Immunität. Eine einstweilige Verfügung wäre demnach ein zahnloser Tiger. Um eine Abschaltung anordnen zu können, müsste ein Richter grundlegende Fehler in der theoretischen Physik oder bei den Sicherheitsvorkehrungen finden. Eine andere Möglichkeit wäre der Nachweis, dass Mitarbeiter des CERN absichtlich Fehler begehen oder voreingenommen sind.

Der ausführliche Text in Englisch steht unter http://www.physorg.com/news183380986.html Darin wird unter anderem an die besondere Verantwortung der Wissenschaftler appelliert. Diese hätten dafür Sorge zu tragen, dass ihre Experimente sicher seien. Der Fall des LHC sei bisher einzigartig. Dies erfordere eine spezielle juristische Behandlung, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass dadurch möglicherweise ein Präzedenzfall für künftige wissenschaftliche Experimente geschaffen werde.

Weitere Informationen zum CERN und zum LHC befinden sich in einem aktuellen Tatsachenroman mit wissenschaftlichem Hintergrund. Dies betrifft insbesondere Thesen neueren Datums über die Stabilität und die Gefahr mikroskopisch kleiner Schwarzer Löcher. 

Quelle: Rolf Froböse