US-Rechtswissenschaftler: Das Urknall-Experiment am CERN birgt ungelöste juristische Probleme
Professor Eric E. Johnson, ein Rechtswissenschaftler an der University of North Dakota, hat sich zu diesem komplexen Thema erstmals aus der Sicht des Juristen geäußert. Das größte Problem liegt seiner Meinung nach darin, dass die Materie nur von wenigen Physikern selbst verstanden wird. Darüber hinaus genieße das CERN Immunität. Eine einstweilige Verfügung wäre demnach ein zahnloser Tiger. Um eine Abschaltung anordnen zu können, müsste ein Richter grundlegende Fehler in der theoretischen Physik oder bei den Sicherheitsvorkehrungen finden. Eine andere Möglichkeit wäre der Nachweis, dass Mitarbeiter des CERN absichtlich Fehler begehen oder voreingenommen sind.
Der ausführliche Text in Englisch steht unter http://www.physorg.com/news183380986.html Darin wird unter anderem an die besondere Verantwortung der Wissenschaftler appelliert. Diese hätten dafür Sorge zu tragen, dass ihre Experimente sicher seien. Der Fall des LHC sei bisher einzigartig. Dies erfordere eine spezielle juristische Behandlung, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass dadurch möglicherweise ein Präzedenzfall für künftige wissenschaftliche Experimente geschaffen werde.
Weitere Informationen zum CERN und zum LHC befinden sich in einem aktuellen Tatsachenroman mit wissenschaftlichem Hintergrund. Dies betrifft insbesondere Thesen neueren Datums über die Stabilität und die Gefahr mikroskopisch kleiner Schwarzer Löcher.
Quelle: Rolf Froböse

