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Blutvergiftung: Wie Sie eine gefährliche Sepsis erkennen und schneller handeln können

Archivmeldung vom 16.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Patientin mit schwerem septischen Schock (Blutvergiftung) und Ischämiezonen an der Haut bei Mikrothromben
Patientin mit schwerem septischen Schock (Blutvergiftung) und Ischämiezonen an der Haut bei Mikrothromben

Foto: Emergency doc
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Welche Symptome auf eine Blutvergiftung hindeuten können, zeigt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Blutvergiftung ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen. Das Hauptproblem: Die Gefahr durch eine Sepsis wird oft zu spät erkannt.

Dabei ist eine Blutvergiftung ein Notfall, bei dem jede Minute zählt. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" zeigt, welche Anzeichen auf eine Sepsis hinweisen können.

Bei Verdacht auf Sepsis sehr schnell reagieren

Eine Sepsis verursachen kann ein eitriger Zahn oder Zehennagel ebenso wie eine Lungen- oder Blasenentzündung, eine Verletzung, ein Mückenstich. Der Ursprung ist immer eine örtlich begrenzte Infektion, meist ausgelöst durch Bakterien, seltener durch Viren oder Pilze. In aller Regel wird der Körper allein mit so einer Infektion fertig. Manchmal aber reicht die Kraft des Immunsystems nicht aus, um die Entzündung direkt an ihrem Entstehungsort zu beseitigen. Die Folge: Die Infektion gerät außer Kontrolle und zieht das Versagen von Organen nach sich. Betrifft dieses Versagen Herz und Kreislauf, ist die Endstufe der Erkrankung erreicht: der septische Schock. Zwischen Vorstufe und Schock vergeht oft nicht viel Zeit. "Daher muss bei Verdacht auf Sepsis sehr schnell reagiert werden, um noch gegensteuern zu können. Sepsis ist ein Notfall", betont Professor Mathias Pletz, Mitglied des Center for Sepsis Control and Care (CSCC) der Universitätsklinik Jena.

Schüttelfrost, Atemnot, Verwirrtheit oder Hautflecken

Zwar sind die Symptome einer Sepsis unspezifisch, weil sie auch andere Ursachen haben können. Zudem müssen die Symptome nicht allesamt vorhanden sein. Wer sich jedoch mit einem Infekt oder einer Verletzung plötzlich sehr schlecht fühlt und die folgenden Symptome hat, sollte sofort ärztliche Hilfe holen: So können Fieber oder Schüttelfrost, gelegentlich auch Untertemperatur, auf eine Blutvergiftung hinweisen. Eine Sepsis kann sich auch durch Atemnot, akute Flecken oder Verfärbungen der Haut, schnellen Herzschlag oder niedrigen Blutdruck zeigen. Undeutliches Sprechen und Verwirrtheit sind ebenfalls mögliche Symptome einer Blutvergiftung. Auch wenn man sich nicht in der Lage fühlt, Wasser zu lassen, kann dies ein Hinweis auf eine Sepsis sein bis hin zu dem Gefühl, als ob man sterben müsse.

Manche Informationen über Sepsis halten sich allerdings hartnäckig, obwohl sie falsch sind. Zum Beispiel, dass eine Blutvergiftung nur nach einer äußeren Verletzung auftreten kann. Oder dass sich von der Wunde ausgehend ein roter Streifen auf der Haut bildet, der in Richtung Herz wandert. Taucht ein solcher Strich auf - was selten vorkommt - deutet das in der Regel auf eine Entzündung der Lymphgefäße hin, was zwar abgeklärt werden muss, aber kein eindeutiges Zeichen für eine Sepsis ist. Tipp: Informationen und Kontakte zu von Sepsis Betroffenen gibt es unter www.sepsis-hilfe.org.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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