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Glückliche Gewinne — Wie sind sie zu versteuern?

Archivmeldung vom 07.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Marc Tollas  / pixelio.de
Bild: Marc Tollas / pixelio.de

Wer sich darum bemüht, den großen Jackpot zu knacken, lässt den Blick zunächst nicht auf die steuerliche Belastung lenken. Stattdessen ist es im Glücksfall möglich, sich zunächst auf die positiven Aspekte des Ausgangs zu konzentrieren. Doch wie wäre es im Zweifel möglich, die Gewinne zu verbuchen? Wir werfen einen Blick auf die verschiedenen Bereiche.

Präzedenzfall Lotto

Gemessen an der Zahl der Teilnehmer ist die staatliche Lotterie nach wie vor das beliebteste Glücksspiel in Deutschland. Millionen von Spielern versuchen jede Woche, sich selbst einen Teil des großen Geldes zu sichern. Dabei ist klar, dass sie selbst ihre Gewinne nicht beeinflussen können. Fließt der astronomische Betrag einmal auf das eigene Konto, so war dies allein eine Frage des Glücks. Genau dies erkennt auch das deutsche Steuerrecht, weshalb das Geld nicht als Einkommen gewertet wird. Im Gegensatz zum monatlichen Arbeitslohn, der nicht vom Zufall abhängen sollte, muss der Gewinn aus dem Lottospiel aus diesem Grund nicht versteuert werden. Dabei stellt sich nicht die Frage nach der Höhe der Summe, die letztlich eingestrichen werden konnte.

Sportwetten mit Sonderregelung

Die im Internet sehr beliebten Sportwetten integrieren in dieses System noch eine kleine Sonderregelung. Denn seit dem Jahr 2012 sind die Verantwortlichen dazu verpflichtet, 5 Prozent Wettsteuer zu entrichten. Manch ein Buchmacher führt diese Belastung selbst ab, andere übertragen sie auf die Spieler, deren Gewinnchancen auf diese Weise sinken. Sie finden weitere Informationen zur Sportwetten Steuer auf wettbonus.info.

An einem Beispiel ist leicht zu erkennen, welche drastischen Auswirkungen die Wettsteuer haben kann, wenn sie auf den Kunden übertragen wird. Nehmen wir deshalb einmal an, ein Spieler schließt eine Kombiwette mit der hohen Quote von 20 ab und setzt einen Betrag von 100 Euro. Würde der Buchmacher die Wettsteuer bezahlen, so würde sich der Gewinn auf 2.000 Euro belaufen. Werden jedoch fünf Prozent des Einsatzes im Vorfeld abgezogen und nicht mit in die Gewinne integriert, so reduziert sich die Auszahlung auf 1.900 Euro. Das Ziel eines jeden Spielers sollte es sein, diese Form der Belastung zu vermeiden. Diese kann langfristig dafür verantwortlich sein, dass es nicht gelingt, in der Gewinnzone zu bleiben und finanzielle Erfolge zu feiern.

Der Kapitalertrag

Bereits unter der Voraussetzung, dass der Gewinn nicht einmalig an den Spieler ausgezahlt wird, sondern immer wieder auf das Konto fließt, verändern sich die steuerlichen Belastungen. Dies gilt zum Beispiel für die großen Rentenlotterien, die fortan ein monatliches Einkommen von 10.000 Euro versprechen. Hier verändern sich jedoch die steuerlichen Verhältnisse, was zu zusätzlichen Belastungen führen kann. Aus der Sicht der Spieler lohnt es sich deshalb, stets direkt den ganzen Betrag auf das Konto überschreiben zu lassen, sofern dies möglich ist.

Ein hoher Gewinn, der direkt auf das eigene Konto überschrieben wird, bringt wiederum die Verpflichtung des Kapitalertrags mit sich. Gewinnt ein Spieler in der Lotterie satte 5 Millionen Euro, so entscheidet er sich dazu, diese gewinnbringend anzulegen. Mithilfe von Immobilien, Aktien und Co. erzielt er von nun an eine Rendite von 5 Prozent pro Jahr, was einer Summe von 250.000 Euro entspricht. Obwohl auch dieser regelmäßige Verdienst seinen Ursprung im Geldgewinn hat, ist er nun nicht mehr steuerfrei. Nach der Steuer des Kapitalertrags ist es in diesem Fall notwendig, 25 Prozent der Erträge an den Staat abzuführen. Im Falle eines religiösen Interesses muss zudem die Kirchensteuer bezahlt werden. Natürlich ändert dies nur wenig an der allgemeinen Attraktivität, wie sie ein solcher Gewinn mit sich bringen kann.

Letztlich lässt sich hier von einer sehr liberalen Regelung sprechen, von der Spieler in Deutschland profitieren können. Längst nicht in jedem Staat der EU bietet sich die Möglichkeit, auf dieses Entgegenkommen zu setzen und Gewinne aus den verschiedenen Arten des Glücksspiels in voller Höhe einzustreichen.

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