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Forscher entwickeln selbstzerstörendes Spielzeug

Archivmeldung vom 08.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de/helenesuoza
Bild: pixelio.de/helenesuoza

Forscher der Penn State University haben einen Kunststoff entwickelt, der mithilfe eines chemischen Auslösers zum Schmelzen gebracht werden kann. Die Wissenschaftler nutzen das Material nun gezielt, um selbstauflösende Kinderspielzeuge herzustellen. Als Basis dienen Polymerketten, die mit winzigen temperaturempfindlichen Einheiten ausgestattet sind. Diese Einheiten sind so konzipiert, dass sie sich bei Raumtemperatur selbst zerstören, sobald sie mit einem bestimmten Katalysator in Berührung kommen.

Bei diesem Trigger kann es sich den Wissenschaftlern zufolge beispielsweise um Sonnenlicht oder eine spezielle chemische Substanz handeln, die im alltäglichen Leben so nicht vorkommt. Dabei käme es nur darauf an, für welchen Mechanismus sich die Forscher entscheiden. Dieses innovative Material, das leicht zum Verschwinden gebracht werden kann, packt das Problem der 250 Mio. Tonnen Plastikmüll in den Meeren an.

Laut Studienleiter Scott Phillips von der Penn State University kann das lösliche Plastik auch als Klebstoff für Glas, Metall oder andere Kunststoffe eingesetzt werden. "Das Praktische daran ist, dass sich der Kleber einfach wieder ohne Rückstände entfernen lässt", erklärt Phillips. "Durch das simple Betätigen des jeweiligen Triggers fallen die Objekte einfach auseinander", führt der Studienleiter aus. Die Wissenschaftler hoffen, mithilfe dieses Ansatzes Kunststoffe in Massenproduktion herzustellen, die bei ihrer Auflösung nichts außer ungefährliche Gase absondern.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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