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Nach Libor-Affäre: Neuer Verdacht gegen deutsche Banken

Archivmeldung vom 05.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
BaFin-Gebäude in Bonn Bild: Thomas Wolf / wikipedia.org
BaFin-Gebäude in Bonn Bild: Thomas Wolf / wikipedia.org

Nach der Libor-Affäre droht den Banken nun der nächste große Skandal: Die deutsche Bankenaufsicht Bafin prüft nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", ob deutsche Geldhäuser an den Manipulationen rund um den Derivate-Referenzwert ISDAfix beteiligt sind. "Wir gehen den Vorwürfen nach", sagte ein Sprecher der Behörde.

Hinter dem Vorstoß der deutschen Bankenaufsicht stecken Berichte des Nachrichtendienstes Bloomberg, denen zufolge die US-Aufsicht CFTC Belege für Manipulation an dem wichtigen Referenzwert gefunden haben soll. Laut Bloomberg ermitteln die US-Behörden gegen insgesamt 15 Banken. Welche Banken genauer unter die Lupe genommen werden, wollte die Bafin nicht mitteilen, da sie generell zu einzelnen Instituten keine Stellung nimmt. Der ISDAfix-Referenzwert ist für die Festlegung von Preisen bei komplexen Finanzprodukten, die nicht über die Börsen gehandelt werden, von zentraler Bedeutung, etwa bei Zinsderivaten. Das Volumen der betroffenen Geschäfte könnte Schätzungen zufolge 450 Billionen US-Dollar umfassen. Das ist ein wesentlich größeres Volumen als im ähnlich gelagerten Libor-Skandal, der bereits seit Monaten die Finanzbranche weltweit erschüttert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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