Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wirtschaft Katja Kipping: Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung: verheerende Bilanz und trübe Aussichten

Katja Kipping: Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung: verheerende Bilanz und trübe Aussichten

Archivmeldung vom 31.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Katja Kipping / Bild: katja-kipping.de
Katja Kipping / Bild: katja-kipping.de

"Die Regierung Merkel hat im Laufe des Jahres konsequent die Ziele des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung verletzt. Statt Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen, hat die Regierung Missbrauchsdebatten angezettelt, soziale Leistungen abgebaut, bei der Hartz-IV-Reform ein verfassungswidriges Gesetz vorgelegt und einen gesetzlichen Mindestlohn verhindert", erklärt Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum Ende des Europäischen Jahres.

"Zu dieser Politik der Armutsförderung passt, dass sich die Bundesregierung Zielvorgaben der EU im Kampf gegen Armut auf nationaler Ebene verweigert." Kipping weiter: "Im Rahmen der EU hatten sich die Regierungschefs im Juni auf ein gemeinsames Ziel geeinigt: bis 2020 sollen in Europa 20 Millionen Menschen weniger in Armut leben.

Um dieses Ziel europaweit zu erreichen, müsste die Zahl der armen Menschen in Deutschland um mehr als 2,5 Millionen gesenkt werden. Und was macht die Bundesregierung? Sie meldet an Brüssel - ohne jegliche öffentliche Debatte - die Zahl der Langzeiterwerbslosen bis 2020 um 330.000 verringern zu wollen. Diese Zielvorgabe ist absurd.

Sie ignoriert die Armutsforschung und etablierte Standards der EU. Mittlerweile wissen alle, die es wissen wollen: Arbeit schützt gegen Armut nicht. Diese Politik macht aus Langzeiterwerbslosen maximal arbeitende Arme oder auch Ein-Euro-Jobber. Denn: auch ein Ein-Euro-Jobber gilt nicht mehr als langzeiterwerbslos. Die gesellschaftsspaltende Politik der Bundesregierung kritisiert die LINKE vehement.

Es ist Zeit für einen grundlegenden Politikwechsel. Armutsbekämpfung und eine gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums sind die zentralen Aufgaben einer verantwortungsvollen Politik. Notwendige Schritte sind die Einführung eines existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohns und die Einführung einer sanktionsfreien Mindestsicherung.

Quelle: DIE LINKE

Videos
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte pseudo in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige