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Malaysia testet smarte Hightech-Dörfer

Archivmeldung vom 18.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Smart Homes: Aus Recycling-Materialien in zehn Tagen aufgestellt. Bild: GSIAC
Smart Homes: Aus Recycling-Materialien in zehn Tagen aufgestellt. Bild: GSIAC

Smart Villages sollen ländlichen Gebietern in wenig entwickelten Staaten helfen, die Armut auf nachhaltige Weise zu überwinden. Ein Konzept dafür haben Fachexperten bei einem Treffen des Global Science and Innovation Advisory Council (GSIAC) im kalifornischen San Jose präsentiert. Ein erstes, auf Malaysia errichtetes Modelldorf soll demnächst in zwölf anderen Regionen des südostasiatischen Staates nachgebaut werden. Die malaiische Regierung bewirbt es als Konzept, das die Dorfbewohner zu Selbstversorgern machen und das Einkommen von 40 auf 600 Dollar erhöhen soll.

Herzstück der Idee ist die mehrmalige Nutzung von Wasser in einem geschlossenen Kreislauf auf vier Stockwerken. Im obersten Stock erhalten Fische, die hochsensibel auf Wasserqualität reagieren, sauberes Wasser, das nach seiner Nutzung in Aquarien in den nächstuntersten Stock fließt, in dem Tilapia-Buntbarsche als Proteinlieferanten schwimmen. Die Gubby-Aquarienfische und Algen, die in der Wasserstufe Nummer drei und vier "angebaut" werden, dienen den ersten beiden Stufen als Tiernahrung.

Nach seiner Aquakultur-Nutzung versorgt das Wasser Bäume, Getreidefelder und Gemüse in Hydrokultur-Anlagen. Das geschieht in einem dreiteiligen Plastikcontainer, der die Bodenfeuchte automatisch misst, entsprechend bewässert und dadurch den Düngemittel- und Pestizidbedarf minimiert, was als Präzisionsackerbau bezeichnet wird. Organische Abfälle werden dabei kompostiert, um die Zahl der Würmer und anderer Lebewesen zu steigern, die freilaufenden Hühnern als Futter dienen.

Häuser in zehn Tagen gebaut

Die erste Umsetzung des "Rimbunan Kaseh"-Programms gibt es bereits in einem zwölf Hektar großem Modelldorf nördlich der Hauptstadt Kuala Lumpur. Es besteht aus 100 günstigen 100-Quadratmeter-Wohnhäusern, die in jeweils bloß zehn Tagen Bauzeit bei Kosten zwischen 16.000 und 20.000 Dollar errichtet wurden, wobei teilweise Recycling-Materialien im Einsatz waren. Das Dorf verfügt zudem über technische Schulungseinrichtungen und Freizeitanlagen und gewinnt seine Energie durch Photovoltaik, Biomasse und Kleinstwasserkraft.

Quelle: www.pressetext.com/Johannes Pernsteiner

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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