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Chef des EU-Industrieausschusses fordert Überprüfung des Glühbirnenverbots

Archivmeldung vom 01.09.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.09.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Wittka  / pixelio.de
Bild: Gerd Wittka / pixelio.de

Nach Inkrafttreten des Verbots von 60-Watt-Glühbirnen am 1. September hat der Chef des Industrieausschusses im Europäischen Parlament, Herbert Reul (CDU), die zuständige Brüsseler EU-Kommission aufgefordert, die Regelung erneut zu überprüfen. Reul sagte der Zeitung "Die Welt": "Ich fordere die EU-Kommission auf, das Verbot von Glühbirnen in drei Jahren zu überprüfen und den Verkauf von Glühbirnen dann gegebenenfalls wieder zu erlauben. Es muss vor allem untersucht werden, welche gesundheitlichen Gefahren von Energiesparlampen, die jetzt die Glühbirnen ablösen sollen, ausgehen."

Außerdem, so der Unionspolitiker weiter, "muss Brüssel nach dem jüngsten drastischen Preisanstieg bei Energiesparlampen auch überprüfen, ob die Hersteller von Energiesparlampen das Glühbirnenverbot für unzumutbare Preiserhöhungen ausnutzen."

Der Ausschusschef verwies zudem auf neue Warnhinweise des Schweizer Bundesamts für Gesundheit und der französischen Kommission für Verbrauchersicherheit. Beide Behörden empfehlen laut Reul aus gesundheitlichen Gründen einen Sicherheitsabstand von 30 Zentimetern bei Energiesparlampen einzuhalten. "In der Praxis kann dieser wichtige Warnhinweis nur selten umgesetzt werden, vor allem nicht bei Kindern", sagte Reul.

Hintergrund: Zuvor hatte bereits das deutsche Umweltbundesamt (UBA) auf Gesundheitsrisiken von Energiesparlampen hingewiesen und Kindern und Schwangeren empfohlen, sich von diesem Leuchtmittel fernzuhalten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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