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Tafel-Chef fürchtet Überlastung seiner Helfer: Ansturm auf Tafeln wegen Ukraine-Krieg und Inflation

Archivmeldung vom 23.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Logo des deutschen Dachverbands „Tafel Deutschland e. V.“
Logo des deutschen Dachverbands „Tafel Deutschland e. V.“

Foto: Tafel123456
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Jochen Brühl, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V., ist wegen des Ansturms Hilfsbedürftiger in zunehmenden Maße besorgt. Er fürchte "eine Überlastung unserer Helferinnen und Helfer", sagte Brühl der "Heilbronner Stimme".

Er betonte: "Ich spreche mit vielen, die gerade sieben Tage die Woche bei der Tafel helfen, auch über Ostern. Und das nach zwei Jahren Pandemie, die schon sehr heftig waren. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und dazu kommt jetzt noch die psychische Belastung. Es ist schrecklich, Menschen in Not nichts geben zu können, weil wir selbst einfach keine Lebensmittel mehr haben."

Viele Tafeln stehen derzeit unter einem enormen Druck: Steigende Lebensmittelpreise sorgen für mehr Andrang, dazu kommen Geflüchtete aus der Ukraine, die auch versorgt werden müssen. Brühl sagte dazu: "Wir helfen bei den Tafeln mit all unserer Kraft, sehen aber deutlich: wir können und wollen das nicht alleine leisten. Wir kleben Pflaster auf viele Wunden, doch es braucht strukturelle Lösungen."

Jochen Brühl fordert nun konkrete staatliche Unterstützung: "Die Tafeln und unsere Ehrenamtlichen brauchen eine verlässliche und dauerhafte Unterstützung durch die Kommunen und den Staat. Wir wollen nicht Teil des Sozialsystems werden, aber wir finden schon, dass wir als gemeinnützige Organisation unterstützt werden müssen. Mit kostenfreier Miete oder Freistellung von Entsorgungsgebühren, KfZ-Steuer, Energiekosten oder ähnlichem. Da gibt es so viele Möglichkeiten für die öffentliche Hand. Das ist auch eine Frage von Respekt und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements. Ohne freiwillige Hilfe Vieler würde gerade gar nichts funktionieren."

Quelle: Heilbronner Stimme (ots)


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