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Communale OÖ: Neue Ausstellung dürfte eine Totgeburt sein

Archivmeldung vom 31.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Bildmontage WB: Guggenbichler / Eigenes Werk
Bild: Bildmontage WB: Guggenbichler / Eigenes Werk

Die Landesausstellung, die Landeshauptmann Josef Pühringer den Eferdingern und Peuerbachern seinerzeit versprochen hatte, schrumpfte unter seinem Nachfolger Thomas Stelzer vorerst zur sogenannten “Communale”, die mehr oder weniger unbeachtet vor sich hin dümpelt. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Das von Stelzer ins Leben gerufene neue und erst einige Wochen laufende Format macht jedoch schon jetzt den Verlust der alten Landesausstellungen schmerzlich deutlich. “Die Ausstellungsmacher haben sich zwar Mühe gegeben, aus den Vorgaben und dem, was sie zur Verfügung hatten, das Beste zu machen, doch wie so oft wurden sie zu Opfern einer Politik, die stets etwas Neues will und doch nichts Besseres schafft”, sinniert der schon vor einiger Zeit nach Eferding zugezogene Matthias Hellner nach dem Besuch der “Communale” im Eferdinger Schloss. Daraus geworden ist eine Landesausstellung für Arme! Der Verdacht einer schnell improvisierten Schau drängt sich auf.

Wenig Resonanz

“Das Identitäts-Thema der Ausstellung wirke gekünstelt”, sagt Hellner. Fast scheint es, als wäre man nur deshalb diesem Thema verfallen, um zu kaschieren, dass dieses neue Ausstellungsformat zum überwiegenden Teil der modernen Kunst und Kultur eine Plattform bietet und weniger der Eferdinger Geschichte. Darüber erfährt der Besucher so gut wie nichts – 800jähriges Stadtjubiläum hin oder her, und unklar bleibt letztlich auch die Identität der Eferdinger. Diese Identität wird auch durch den sichtbar aufgemalten Satz eines Bürgers, der behauptet, dass Eferding heute Landeshauptstadt wäre, wenn sie an der Westbahn läge, nicht deutlicher. Vom historischen Beitrag der “Communale” ist auch Geschichtefachmann Matthias Hellner enttäuscht. Viele der Ausstellungsstücke und auch die Begleittexte, meint er, könnten – von der Provenienz einmal abgesehen – in jedem x-beliebigen Heimatmuseum ebenfalls ausgestellt sein. Daher hält sich vermutlich auch das Interesse an dieser Schau in Grenzen, denn selbst bei einer mehrmaligen Nachschau an drei verschiedenen Wochentagen waren dort niemals Besucher anzutreffen. Während frühere Landesausstellungen nicht nur Menschen aus Oberösterreich anlockten, sondern auch aus den benachbarten Bundesländern, scheint sich das neue Kulturformat auch in Eferding noch nicht herumgesprochen zu haben, schreibt uns ein Wochenblick-Leser.

Keinen Charme

Andere erinnern sich noch heute nicht ohne Wehmut an die grenzüberschreitenden Landesausstellungen mit Bayern (2004) oder mit Böhmen (2013). Der zu Beginn der “Communale” geäußerte Wunsch des Eferdinger Bürgermeisters Christian Penn, dass sich die Bevölkerung durch diese Ausstellung noch besser kennenlernen möge, dürfte sich vermutlich nicht erfüllen. Denn selbst zwei exklusive Abendveranstaltungen für die Gewerbetreibenden Eferdings mit Führung und Verköstigung, geordert von der Landeskulturdirektion, haben bislang nicht viele Begegnungen ausgelöst. Auch das Zusammentreffen mit Laufkundschaft ist in Eferding nicht zu erwarten, da die Plakate der “Communale” den Charme einer öffentlichen Verlautbarung versprühen. Für eine Ausstellungseinladung werden diese nicht gehalten, vielmehr scheint man darin eher den Hinweis auf eine Abfallsammelstelle oder eine Kläranlage zu sehen, wenn einem die großen Buchstaben “Communnale OÖ – Eferding” überhaupt ins Auge stechen sollten. Leider, so ein oft zu hörendes Wehklagen, wurden die alten Landesausstellungen dem Modernisierungswahn geopfert und ob damit auch gespart werden kann, wird sich zeigen. Denn für eine Ausstellung, die nur wenig Interesse hervorruft, sind auch die investierten zwei Millionen Euro schon zu viel!"

Quelle: Wochenblick

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