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Designer Philippe Starck: Wir werden ohne Möbel leben

Archivmeldung vom 04.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Philippe Starck (2007), Archivbild
Philippe Starck (2007), Archivbild

Von photo by marco formento; crop by user:Pruneau - cropped from Philippe Starck, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6253210

Der renommierte französische Produktdesigner Philippe Starck glaubt, dass die Menschen in naher Zukunft ohne Möbel leben werden. Es werde "keine Materie mehr geben, weil alles entmaterialisiert sein wird", sagte Starck dem "Zeitmagazin". Man müsse sich nur das Smartphone anschauen, "davon ist ja fast nichts mehr übrig". Auch die Position des Sitzens werde "in 15 oder 20 Jahren" verschwunden sein.

Der Franzose geht davon aus, dass die Digitalisierung nicht nur auf das Wohnen, sondern auch auf die Designbranche fundamentale Auswirkungen haben wird. "Der Tisch wird verschwinden, der Stuhl wird verschwinden. Das alles steht außer Frage", sagte Starck. Damit werde sich auch der Beruf des Designers ändern. "Der nächste Designer wird ein Ingenieur sein, der die Entmaterialisierung ermöglicht, und danach ein Coach, ein Sporttrainer oder ein Ernährungsberater, der Ihnen zu einem perfekt geformten und gesunden Körper verhilft."

Denn: "Der Designer ist ein Produkt des Industriezeitalters. Und das ist schon so gut wie beendet." Starcks deutscher Kollege Dieter Rams sieht die Zukunft des Designs unterdessen skeptisch. "Die Dinge sind im Fluss, hoffentlich im richtigen Fluss", sagte er dem "Zeitmagazin". Das Design der Gegenwart sieht Rams auf einem schwierigen Weg, weil es so vieles gebe, was heute als Design bezeichnet werde. Rams, einer der international prägendsten Designer der Nachkriegsgeschichte, mahnte zur Vernunft in der Gestaltung: "Vernunft ist das, was wir brauchen", sagte er. "Vernunft sollte das sein, mit dem wir uns umgeben. Ob das unsere Häuser sind oder ob das unsere Städte sind oder unsere Tassen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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