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Mehrheit der Frauen glaubt an zunehmendes Sicherheitsrisiko

Archivmeldung vom 09.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Mehr als die Hälfte der Frauen glaubt, dass Deutschland unsicherer für sie wird. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid unter Frauen für "Bild am Sonntag". Demnach glauben 58 Prozent, dass öffentliche Orten für sie heute weniger sicher sind als früher. 31 Prozent sehen keine Veränderung. Nur 10 Prozent sagen: "sicherer".

Das wirkt sich offenbar auf das Verhalten der Frauen aus. 48 Prozent sagen, dass sie bestimmte Gebiete in ihrem Wohnort meiden, wenn es dunkel ist. 52 Prozent tun das nicht. 16 Prozent der Frauen tragen inzwischen Pfefferspray bei sich, wenn sie nach Einbruch der Dunkelheit alleine unterwegs sind.

Unter den 14 bis 29 Jahre alten Frauen sind es sogar 32 Prozent. Genauso viele denken darüber nach, sich Pfefferspray zuzulegen. In der Altersgruppe von 14 bis 39 Jahren will das sogar jede zweite Frau tun. Borwin Bandelow, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie in Göttingen und Experte für Angststörungen sagte der "Bild am Sonntag": "Die Angst der Frauen ist nicht unbegründet, das haben die massenhaften Übergriffe in Köln vergangenes Silvester gezeigt."

Zur Beobachtung, dass viele Frauen in diesem Jahr an Silvester öffentliche Plätze gemieden haben, sagte Bandelow: "Das war gesunde Vorsicht. Es hat nicht an Tätern gemangelt, sondern an Opfern." SPD-Familienministerin Manuela Schwesig fordert, mit voller Härte gegen Täter vorzugehen. Sie sagte BamS: "Es kann nicht sein, dass Frauen das Gefühl haben, nicht mehr aus dem Haus gehen zu können, weil sie Angst haben.

Frauen müssen sich überall sicher fühlen können. Das muss der Staat gewährleisten. Jeder Übergriff ist einer zu viel. Deshalb muss auch konsequent gegen die Täter vorgegangen werden." Die Emnid-Umfrage zeigt auch, dass Frauen die Zuwanderung aus islamisch geprägten Ländern als eher negativ für ihre Sicherheitslage einschätzen.

44 Prozent der befragten Frauen glauben, dass ihre persönliche Sicherheitslage durch die Zuwanderung von Personen aus islamisch geprägten Ländern schlechter wird. 43 Prozent sagen, sie bleibe unverändert.

Datenbasis: Für die Umfrage hat Emnid am 04. und 05. Januar genau 516 Frauen befragt. Nach Angaben des Instituts soll die Auswahl der Befragten "repräsentativ" sein. Die Fragen lauteten: "Glauben Sie, dass öffentliche Orte für Frauen heute sicherer oder unsicherer sind als früher?" / "Meiden Sie in Ihrem Wohnort bestimmte Gebiete, wenn es dunkel ist?" / "Wenn Sie nach Einbruch der Dunkelheit alleine unterwegs sind, nehmen Sie dann Pfefferspray mit?" / Selektion (Befragte, die nach Einbruch der Dunkelheit kein Pfefferspray mitführen, wenn sie alleine unterwegs sind): "Denken Sie darüber nach, das zu tun?" / "Glauben Sie, dass sich Ihre persönliche Sicherheit durch die Zuwanderung von Personen aus islamisch geprägten Ländern verändern wird?"

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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