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Polizei warnt vor Überforderung durch Bundesliga-Rückrundenstart

Archivmeldung vom 23.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Markus Winkler, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Markus Winkler, on Flickr CC BY-SA 2.0

Mit dem Rückrundenstart der Fußballbundesliga droht die Polizei an ihre Belastungsgrenze zu stoßen. "Schon jetzt hat die Bundespolizei allein im Grenzeinsatz zwei Millionen Überstunden angehäuft, alle Polizeien zusammen 18 Millionen", sagte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Der Gesetzgeber müsse der Polizei die Möglichkeit geben, im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen verurteilte Gewalttäter durch Beförderungsverbote und Meldeauflagen aus dem Verkehr zu ziehen. "Es macht doch keinen Sinn, dass wir potenzielle Gewalttäter quer durch die Republik eskortieren", kritisierte der GdP-Vize. Um Absagen von Hochrisikospielen wegen fehlender Polizeikräfte auch in Zukunft ausschließen zu können, sollten die Bundesligaclubs "mit mehr qualifizierten Ordnern die Polizeiarbeit unterstützen und den Ordnerdienst bei Auswärtsspielen auch in den Zügen einsetzen", verlangte Radek.

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, beklagte ein anhaltend hohes Gewaltpotential gegen Polizisten bei Fußballspielen. "Das Gewaltpotential gegenüber Bundespolizisten ist nach wie vor auf einem hohen Niveau", sagte Romann der Zeitung. Bei jedem vierten Angriff würden die Bundespolizisten Verletzungen davontragen. Ungefähr jeder zweite Angriff erfolge bei Einsatzlagen des täglichen Dienstes, unter anderem beim Fußballfanreiseverkehr. "Mich interessieren die Fußballergebnisse schon lange nicht mehr, sondern nur noch die Zahl der verletzten Polizeivollzugsbeamten", sagte Romann.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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