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Gorch Fock wird für 135 Millionen Euro saniert

Archivmeldung vom 20.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Die GORCH FOCK in See
Die GORCH FOCK in See

Das Verteidigungsministerium hat entschieden, das Segelschulschiff Gorch Fock reparieren und sanieren zu lassen. Ministerin Ursula von der Leyen informierte am Morgen darüber die Minister der Großen Koalition, wie NDR Info bestätigt wurde. Die Kosten für die Instandsetzung belaufen sich auf bis zu 135 Millionen Euro. Bislang war mit deutlich niedrigeren Kosten gerechnet worden.

Die Gorch Fock liegt seit Januar 2016 in der Elsflether Werft. Bei einer Überprüfung traten gravierende Mängel zutage. Nach Informationen von NDR Info soll die Außenhaut weitgehend erneuert und Ober- und Zwischendeck ersetzt werden. Außerdem wird der Antriebsmotor ausgebaut und überholt.

Das Ministerium hat im Januar die Arbeiten an der Gorch Fock stoppen lassen und mit der Werft über die Instandsetzung verhandelt. Dabei ist auch in Erwägung gezogen worden, ein neues Schiff bauen zu lassen. Das wäre jedoch nicht ohne Verluste möglich gewesen: Am 60 Jahre alten Segelschulschiff der Marine sind bereits Arbeiten vorgenommen worden, weitere Leistungen sind vertraglich vereinbart. Ein Abbruch der Arbeiten hätte das Ministerium 70 Millionen Euro gekostet.

In der Vergangenheit haben Haushaltspolitiker der Opposition kritisiert, dass die Kosten aus dem Ruder laufen und ein Neubau möglicherweise billiger gewesen wäre.

Der Kommandant der Gorch Fock, Nils Brandt, zeigte sich erleichtert: "Nach langer Zeit der Flaute ist wieder Wind zu spüren und das tut gut, denn die Gorch Fock erfüllt einen ganz wesentlichen Auftrag zur Ausbildung unseres Nachwuchses." Bei der Marine heißt es, ein Neubau würde frühestens 2025 zur Verfügung stehen. Bis dahin könnte die Fähigkeit, Großsegler zu betreiben, verloren gegangen sein.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)

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