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Horror-Paar von Höxter: Anwalt wirft niedersächsischer Polizei vor, Tod von Frauen nicht verhindert zu haben

Archivmeldung vom 25.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: berlin-pics  / pixelio.de
Bild: berlin-pics / pixelio.de

Die tödlichen Misshandlungen zweier Frauen im »Horror-Haus« von Höxter-Bosseborn hätten möglicherweise verhindert werden können. Rechtsanwalt Dr. Detlev Binder aus Bielefeld, der den inhaftierten Wilfried W. vertritt, sagte dem WESTFALEN-BLATT, eine Polizeipanne habe möglicherweise dazu geführt, dass Wilfried W. und Angelika B. nicht schon 2012 aufgeflogen seien - Jahre vor dem Tod der beiden Frauen. Damals habe das Paar eine Frau aus Berlin freilassen wollen.

Vorher habe die Frau schriftlich bestätigen sollen, dass sie freiwillig bei dem Paar in Höxter gelebt habe. Dafür, dass diese Unterschrift freiwillig geleistet wurde, wollte das Paar einen Zeugen haben und fuhr nach Angaben des Anwalts mit dem Opfer zu einer Polizeiwache nach Uslar (Niedersachsen). Dr. Binder: "Der Polizist lehnte die Bitte, das Unterschreiben des Briefes zu bezeugen, ab und schickte das Paar fort. Dabei hätten der Inhalt des Schreibens und ein Mindestmaß an polizeilichem Instinkt den Beamten dazu bringen müssen, sich die Frau, deren Unterschrift er bestätigen sollte, einmal anzusehen und sich unter vier Augen mit ihr zu unterhalten. Dann wäre das Paar wahrscheinlich schon 2012 aufgeflogen." Die Mordkommission Bosseborn mit Sitz in Bielefeld wollte sich gestern zu dem Sachverhalt nicht äußern.

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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