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NDR: Filmfinanzier Groenewold soll für Wulffs Security gezahlt haben

Archivmeldung vom 27.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Christian Wulff (November 2009) Bild: Martina Nolte / de.wikipedia.org
Christian Wulff (November 2009) Bild: Martina Nolte / de.wikipedia.org

Der Filmfinanzier David Groenewold hat 2008 offenbar Hotelkosten für einen Leibwächter von Christian Wulff übernommen. Nach Informationen des NDR Fernsehens zahlte Groenewold 533 Euro für das Einzelzimmer des LKA-Beamten im Münchner Fünf-Sterne-Hotel "Bayerischer Hof". In dem Hotel hatte er auch den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten mit Familie untergebracht und die Kosten dafür zum Teil übernommen.

Während Groenewolds Anwalt Christian-Oliver Moser die Recherchen des NDR bestätigte, erklärte die Niedersächsische Staatskanzlei gegenüber dem NDR, dass derzeit nicht endgültig geklärt werden könne, wer für das Zimmer des Security-Mannes gezahlt habe. Die Unterlagen würden bei der Staatsanwaltschaft liegen.

Vor dem geplanten Besuch zum Münchner Oktoberfest hatte es einen umfangreichen Mailverkehr zwischen Wulffs Büro in der Niedersächsischen Staatskanzlei und dem Büro von Groenewold gegeben, der dem NDR vorliegt. Darin gab die Staatskanzlei sämtliche Namen der mitreisenden Sicherheitsbeamten des LKA und des Fahrers von Christian Wulff bekannt und bat darum, sich um deren Unterbringung zu kümmern. Warum sich die Niedersächsische Staatskanzlei darauf eingelassen hatte, dass Groenewolds Firma Odeon Film AG wie ein Reisebüro für Wulff und seine Begleiter fungierte und sicherheitsrelevante Informationen einem Privatunternehmen anvertraute, begründete die Staatskanzlei auf NDR Nachfrage mit dem "freundschaftlichen Verhältnis zwischen Herrn Wulff und Herrn Groenewold". Die Übernachtungen habe die Staatskanzlei vom Büro Groenewold organisieren lassen, weil "sonst kaum noch Zimmer in München zu bekommen gewesen wären".

Aus dem Mailverkehr geht jedoch hervor, dass die Nutzung von Groenewolds Büro durch die Staatskanzlei kein Einzelfall war und Kurzfristigkeit offenbar nicht der entscheidende Grund war. Auch für das Oktoberfest 2009 hatte die Staatskanzlei die Organisation einer geplanten Reise Wulffs an Groenewolds Büro übergeben: "... es wäre ganz lieb, wenn Sie auch für die drei Sicherheitsbeamten und auch für den Fahrer des MP die Zimmer reservieren würden", heißt es dazu in einer E-Mail, die bereits am 25. Mai 2009 verschickt wurde.

Christian Wulff ließ sich seine verbliebenen Hotelkosten in Höhe von 514 Euro jeweils zur Hälfte von der Staatskanzlei und der CDU bezahlen. Der dienstliche Hintergrund für den Aufenthalt mit seiner Familie wurde damit begründet, dass Wulff mit dem Verleger Hubert Burda sprach. Eine Stunde später feierte er nach NDR Informationen mit diesem am selben Biertisch auf Groenewolds Kosten.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)

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