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Geheimdienst Ex-BND-Chef Wieck hält Weiterleitung der Mitarbeiterliste für gefährlich

Archivmeldung vom 15.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Didi01 / pixelio.de
Bild: Didi01 / pixelio.de

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Hans-Georg Wieck, sieht in der am Mittwoch bekannt gewordenen Weiterleitung einer Mitarbeiter-Liste des BND an amerikanische Geheimdienste eine Gefährdung. "Es ist sicherlich keine gute Nachricht, wenn Listen seiner Mitarbeiter an einen anderen Geheimdienst weitergeleitet werden", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung".

"Denn diese Mitarbeiter sind in Operationen involviert. Damit hat man Aufschluss, was sie machen, wenn man irgendwo in der Welt auf sie stößt. Und man weiß nicht, was mit diesen Listen geschieht." Der Vorgang könne sowohl die Effektivität des Dienstes als auch die Mitarbeiter selbst gefährden, warnte Wieck, verwies allerdings darauf, dass der Bericht der "Bild"-Zeitung nicht bestätigt sei. Das Blatt hatte berichtet, der im Juli 2014 aufgeflogene BND-Doppelagent Markus R. habe eine Liste mit 3 500 Mitarbeitern an die USA weiter geleitet.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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