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Bischof Bätzing gratuliert dem Zentralrat der Juden in Deutschland

Archivmeldung vom 17.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Symbolbild
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Am kommenden Sonntag (19. Juli 2020) vor 70 Jahren wurde der Zentralrat der Juden in Deutschland gegründet. Aus diesem Anlass gratuliert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, dem Zentralrat und würdigt das vielfältige jüdische Leben in Deutschland.

In einem Brief an den Präsidenten des Zentralrates, Dr. Josef Schuster, hebt Bischof Bätzing die von den Ursprüngen bis heute gültigen Aufgaben hervor: "Von Anfang an stand der Zentralrat vor der Herausforderung, angesichts der unterschiedlichen Herkünfte und Erfahrungen, der kulturellen und religiösen Prägungen die Einheit der jüdischen Gemeinschaft zu stärken." Dazu zählte auch die Integration verschiedener religiöser Strömungen in der jüdischen Gemeinschaft. Die Neugründung von Gemeinden, Synagogenneubauten, die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, zwei Rabbinerseminare und vieles andere belegten die intellektuelle und spirituelle Vitalität des Judentums in Deutschland, so Bischof Bätzing.

Mit großem Engagement habe sich der Zentralrat in den vergangenen Jahrzehnten an den politischen und kulturellen Debatten in Deutschland beteiligt. "Die jüdischen Stimmen, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf rechtsextremistische und antisemitische Gruppen und Strömungen lenkten, haben einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung einer demokratischen Kultur in diesem Land. Dazu gehört nicht zuletzt auch die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Ermordung der europäischen Juden, die der Zentralrat immer wieder durch eigene Stellungnahmen begleitet hat", schreibt Bischof Bätzing. Leider werde das Jubiläum des Zentralrats durch eine Zunahme antisemitischer Angriffe überschattet: "Angriffe auf Juden sind Angriffe auf unsere Demokratie und unser Zusammenleben. Seien Sie gewiss, dass die katholische Kirche auch weiterhin im Kampf gegen Antisemitismus an Ihrer Seite stehen wird."

In seinem Brief erinnert Bischof Bätzing außerdem an die grundlegende Wandlung des christlich-jüdischen Verhältnisses in den zurückliegenden 70 Jahren. "Auch in Deutschland ist aus kleinen und mühsamen Anfängen eine Kultur des Dialogs zwischen Christen und Juden entstanden, an dessen Entwicklung der Zentralrat einen bedeutenden Anteil hat. Heute gibt es vielfältige und intensive Kontakte zwischen Bischöfen und Rabbinern, katholischen und jüdischen Einrichtungen und nicht zuletzt auch zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralrat."

Quelle: Deutsche Bischofskonferenz (ots)

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