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Scheidender US-Botschafter wurde in Deutschland zum Mülltrenner

Archivmeldung vom 27.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Philip D. Murphy Bild: United States Department of State
Philip D. Murphy Bild: United States Department of State

Der scheidende US-Botschafter Philip Murphy ist in seiner Zeit in Deutschland zum Mülltrenner geworden. "Selbstverständlich" trenne die Familie den Müll, "Papier, Plastik, Essensreste. Leere Druckerpatronen lassen wir recyceln", sagte Murphys Frau Tammy in einem Gespräch des Ehepaars mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Ihr Deutschen redet nicht nur, sondern handelt, wenn es um die Bewahrung der Schöpfung geht", ergänzte Philip Murphy. "Da seid ihr die Größten. Wir Amerikaner bewundern Deutschland für seine Energiewende", so der Botschafter.

Noch bei seinem ersten längeren Aufenthalt in Deutschland 1993 hat sich Murphy nach eigenen Worten über die hiesigen Umweltschutzregeln gewundert. Hier geschehen "merkwürdige Dinge", habe er damals seiner Mutter am Telefon erzählt. "Wenn man eine Glasflasche ausgetrunken hat, muss man sie nach draußen tragen und in einen bestimmten Behälter werfen." Es sei sogar noch seltsamer, so Murphy damals: "Die trennen das Glas nach Farben. Meine Mutter konnte es kaum fassen."

Bewunderung bekundete der scheidende US-Botschafter Murphy für den Lebensweg der Bundeskanzlerin. "Angela Merkel verkörpert den Amerikanischen Traum", sagte der US-Botschafter. Merkels Mauerfall-Erfahrungen und ihre frühzeitige Sehnsucht nach den USA verbänden die Kanzlerin mit seiner Heimat. "In der DDR träumte sie davon, einmal nach Kalifornien zu reisen", so der 56-Jährige.

Murphy leitete von 1993 bis 1997 das Frankfurter Büro der US-Bank Goldman Sachs. 2009 wurde er US-Botschafter in Berlin. Im Juli endet seine Amtszeit. Nachfolgen soll ihm der Jurist John Emerson.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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