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Mehrheit junger Europäer fühlt sich in Pandemie nicht wertgeschätzt

Archivmeldung vom 14.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
"Oben" und "Unten" wurden vielleicht lange Zeit verwechselt? (Symbolbild)
"Oben" und "Unten" wurden vielleicht lange Zeit verwechselt? (Symbolbild)

Bild: HaunsiAppmann / Eigenes Werk

Die große Mehrheit der jungen Europäer fühlt sich in der Pandemie nicht wertgeschätzt. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) finden, dass ihr Verzicht während der Corona-Pandemie von der Gesellschaft nicht anerkannt werde, zeigen Ergebnisse der TUI-Jugendstudie "Junges Europa", über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Der Umfrage zu Folge haben auch Krisen und Konflikte im persönlichen Umfeld der Jungen zugenommen. Durchschnittlich 57 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Im europäischen Durschnitt gaben zudem 38 Prozent der Befragten an, die Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen gegen den Widerstand der Eltern und Großeltern durchsetzen zu müssen. Deutschland und Polen bilden eine Ausnahme - hier waren es mit 28 beziehungsweise 25 Prozent deutlich weniger.

Die große Mehrheit der jungen Europäer ärgert sich außerdem über das Wahlverhalten der Älteren. Demnach glauben 72 Prozent der Befragten, dass ältere Menschen bei ihren Wahlentscheidungen die Interessen der jungen Bevölkerung missachten. 64 Prozent der jungen Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen sind sogar der Meinung, dass das Wahlverhalten die Zukunft junger Menschen gefährde. Die Zahlen aus Deutschland sind sogar noch deutlicher. Hier stimmen mehr als zwei Drittel (67 Prozent), voll und ganz, beziehungsweise eher zu, dass Ältere durch ihr Wahlverhalten die Zukunft der Jungen gefährden. Nur in Großbritannien (70 Prozent) und Griechenland (81 Prozent) liegt dieser Wert höher. Mit Ausnahme von Großbritannien und Spanien, hat die Wahrnehmung der Jungen in dieser Frage, im Vergleich zum Vorjahr überall zugenommen.

Die Ergebnisse der Studie, die kommende Woche vorgestellt werden soll, zeigten, "dass junge Menschen ihre Interessen nicht immer ausreichend berücksichtigt sehen", sagte Thomas Ellerbeck, Vorsitzender des Kuratoriums der TUI-Stiftung, den Funke-Zeitungen. Für die Erhebung befragte TUI im April dieses Jahres über 6.000 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren aus sieben europäischen Ländern.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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