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Düsseldorfer Rechtsmedizin weist erstmals Cannabis-Konsum als Todesursache nach

Archivmeldung vom 24.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Petra Bork / pixelio.de
Bild: Petra Bork / pixelio.de

Dem rechtsmedizinischen Institut der Uniklinik Düsseldorf ist es zum ersten Mal gelungen, zwei Todesfälle auf den Konsum von Cannabis zurückzuführen. "Nach unserem Wissen sind das weltweit die ersten Todesfälle, die komplett nach den heutigen wissenschaftlichen Standards aufgearbeitet wurden", sagte Dr. Benno Hartung, Rechtsmediziner und Mitautor der Studie, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe).

Bei zwei Männern, die bei ihrem Tod 23 und 28 Jahre alt waren, wurde nach Autopsie, toxikologischen, histologischen, immunhistochemischen und genetischen Untersuchungen Cannabis-Konsum als Todesursache festgestellt. Das zeige, dass die Droge nicht nur, wie allgemein angenommen, "einen euphorisierenden Effekt ohne Nebenwirkungen" auslöse, sondern in einigen Fällen zu einem tödlichen Herzversagen führen könne. "Es handelt sich dabei um ein sehr seltenes Ereignis", betont Hartung, "wir gehen jedoch davon aus, dass es jeden Cannabis-Konsumenten treffen kann." Wie oft und wie viel Cannabis die beiden jungen, körperlich gesunden Männer vor ihrem Tod konsumiert hatten, ist den Düsseldorfer Rechtsmedizinern nicht bekannt. Ihr Fallbericht ist in der Fachzeitschrift "Forensic Science International" erschienen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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