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Kardinal Müller: Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion unmöglich

Archivmeldung vom 29.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gerhard Ludwig Müller
Gerhard Ludwig Müller

Foto: Jolanta Dyr
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Präfekt der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, schließt eine Zulassung wiederverheirateter geschiedener Katholiken zur Kommunion aus. "Eine zweite Ehe oder ein zweiter Ehepartner, solange der rechtmäßige Ehepartner noch lebt, ist nach katholischer Auslegung der Worte Jesu nicht möglich", sagte Müller dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und verwies damit auf die Aussagen des Neuen Testaments über die Unauflöslichkeit der Ehe. Müller zeigte Verständnis für die Sorge von Papst Franziskus, dass "Menschen in unklaren Eheverhältnissen" von der Kirche "wegdriften". Er empfahl den Betroffenen aber "andere - theologisch wertvolle und legitime Formen der Teilhabe am kirchlichen Leben". Gemeinschaft mit Gott und der Kirche bestehe "nicht nur durch den mündlichen Empfang der heiligen Kommunion".

Auf der Familiensynode im Vatikan hatte die deutsche Sprachgruppe mit Müllers Beteiligung noch im vorigen Oktober diese Möglichkeit für wiederverheiratete Geschiedene als eine Gewissensentscheidung für denkbar erklärt. Dies gelte aber, so Müller jetzt, nur dann, "wenn die Eheleute wie Bruder und Schwester zusammenleben" - also in sexueller Enthaltsamkeit. Mit der Gnade Gottes sei dies möglich, so der Kardinal auf den Einwand der Lebensfremdheit einer solchen Auflage.

Müller betonte sein gutes Verhältnis zum Papst. Sein angeblicher Widerstand gegen Franziskus sei "dummes Gerede" und ein "Märchen". Anders als er selbst, so Müller weiter, sei der Papst "kein Berufstheologe", sondern in erster Linie Seelsorger. Das in die Ausübung des Papstamtes einzubringen, sei indes völlig legitim. Franziskus' Reformprogramm sei nichts revolutionär Neues, sondern bewege sich auf der Linie seiner Vorgänger. "Das Besondere ist sein Charisma, mit dem er es versteht, Blockaden und verhärtete Positionen aufzubrechen." Müller nannte das "einfach genial". Er bejahte ein Verständnis seiner eigenen Rolle als theologisches Korrektiv für den charismatischen Überschwang des Papstes.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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