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Kalifornien: 34 Frauen verklagen Pornhub-Betreiber wegen Vergewaltigungsvideos

Archivmeldung vom 18.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Pornhub Logo
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mehr als 30 Frauen haben im US-Bundesstaat Kalifornien eine Klage gegen die Porno-Website Pornhub und deren Betreiber Mindgeek eingereicht, die wissentlich von Videomaterial profitiert haben sollen, das Vergewaltigungen und sexuelle Ausbeutung, unter anderem von Minderjährigen, zeigten soll. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP am Freitag.

Weiter ist auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "SNA News " zu lesen: "33 von insgesamt 34 Klägerinnen, die sowohl in den USA als auch im Ausland leben, wollten demnach anonym bleiben. 14 gaben an, minderjährig gewesen zu sein, als sie gefilmt worden waren. Die Letzteren wollten als „Opfer von Kindersexhandel“ betrachtet werden.

Serena Fleites, die einzige Klägerin, die keine Anonymität gefordert habe, habe im Jahr 2014 erfahren, dass „ein nacktes eindeutig sexuelles Video“ von ihr, zu dem ihr Freund sie gezwungen hatte, bei Pornhub ohne ihre Zustimmung hochgeladen worden sei. Als das Video aufgenommen worden sei, sei sie erst 13 Jahre alt gewesen. Die Klägerin habe sich für ihre Mutter ausgegeben und die Webseite gebeten, das Video zu löschen. Allerdings sei das Filmmaterial mehrere Wochen lang nicht entfernt worden, sodass es im Laufe dieser Zeit mehrmals von den Nutzern immer wieder herunter- und wieder hochgeladen worden sei.

Die Anwälte, die die vermutlichen Opfer vertreten, hätten dem Internetriesen vorgeworfen, einen wimmelnden Marktplatz für Kinderpornografie und „jede andere Form“ von nicht einvernehmlichen sexuellen Inhalten geschaffen zu haben, und wollten, Schadensersatz vom Unternehmen fordern. So behauptete Michael Bowe, einer der Anwälte, gegenüber dem Sender CBS News, das Gericht könnte MindGeek anweisen, Hunderte von Millionen an seine Mandantinnen zu zahlen.

„Hier geht es um Vergewaltigung, nicht um Pornografie“, zitiert die Nachrichtenagentur aus der ihr vorliegenden Klageschrift. Die Website sei „die wahrscheinlich größte nicht geregelte Lagerstätte für Kinderpornografie in Nordamerika und weit darüber hinaus“, hieß es.

Außerdem beschuldigen die Anwälte das Internetunternehmen MindGeek, eine „Hetzkampagne“ im Internet betrieben zu haben, um die Opfer zu diskreditieren, sowie ihren Mandantinnen „mit physischer Gewalt und Tod“ gedroht zu haben.

Auch das Zahlungsabwicklungsunternehmen Visa werde verklagt: Es soll „wissentlich“ vom Menschenhandel profitiert haben, indem es MindGeek Händlerdienstleistungen zur Verfügung gestellt habe."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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