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Mit falschem Attest will ein Mann Maskenpflicht am Münchner Flughafen umgehen

Freigeschaltet am 15.10.2020 um 12:32 durch Anja Schmitt

Ein Mann hat am Münchner Flughafen mit einem im Internet heruntergeladenen Attest versucht, die Maskenpflicht zu umgehen. Als Polizisten den 38-Jährigen auf seine fehlende Mund-Nasen-Bedeckung ansprachen, habe er ihnen ein angebliches ärztliches Dokument gezeigt, das ihn von der Maskenpflicht befreien sollte, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "„Es ist aber bekannt, dass solche gefälschten Atteste im Netz kursieren”, sagte ein Polizeisprecher. „Es gibt dubiose Ärzte, die so etwas anbieten.” Deshalb seien die Polizisten am Mittwoch misstrauisch geworden und hätten herausgefunden, dass der Mann das falsche Attest für 20 Euro aus dem Internet heruntergeladen hatte. Gegen ihn wird nun wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Zahlreiche Verstöße gegen die Maskenpflicht

Am vergangenen Wochenende (9. Bis 11. Oktober) stellten Einsatzkräfte der Bundespolizei zahlreiche Verstöße gegen die Maskenpflicht in den Ruhrgebietsbahnhöfen fest, teilte die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen am Sonntag mit.

In den meisten Fällen sei der Hinweis bereits ausreichend gewesen, damit eine Maske aufgesetzt worden sei. In fünfzehn Fällen jedoch seien Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die CoronaSchVO eingeleitet worden.

Im Essener Hauptbahnhof wurde gegen einen 39-Jährigen ein Strafverfahren wegen des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse eingeleitet, hieß es.

„Der Essener zeigte dort Einsatzkräften ein Attest vor, welches angeblich von einem Arzt in Bad Aussee ausgestellt wurde. Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Arzt um einen Corona-Leugner handelte”, so die Polizei.

Gegen den polizeibekannten Essener leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse und ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die CoronaSchVO ein.

Bund und Länder vereinbaren schärfere Regeln für Corona-Hotspot

Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmaßnahmen in Hotspots. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie. In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

Bund und Länder schließen noch härtere Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Infektionslage in den kommenden zehn bis zwölf Tagen nicht bessert.

Corona-Lage in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages mit dem Coronavirus neu infizierten Menschen in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen und hat damit einen Rekordwert erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 6638 Neuinfektionen - rund 1500 mehr als am Mittwoch. Bislang waren Ende März mit knapp 6300 Neuinfizierten die meisten registriert worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 341.223 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9710. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 284.600 Genesene. "

Quelle: Sputnik (Deutschland)


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