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Starker Rückgang der registrierten Zu- und Fortzüge im 1. Halbjahr 2020

Archivmeldung vom 01.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Statistisches Bundesamt

Nach vorläufigen Ergebnissen der Wanderungsstatistik gab es in Deutschland im 1. Halbjahr 2020 rund 529 000 Zuzüge und 455 000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands. Daraus resultiert eine Nettozuwanderung von 74 000 Personen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im 1. Halbjahr 2019 noch 748 000 Zuzüge, 581 000 Fortzüge und eine Nettozuwanderung von 167 000 Personen registriert.

Damit sind im 1. Halbjahr 2020 rund 29 % weniger Personen zu- und 22 % weniger fortgezogen als im Vorjahreszeitraum.

Zahl der Zuzüge aus dem Ausland von März bis Juni 2020 um 42 % unter dem Vorjahreswert

Der starke Rückgang ist insbesondere auf die Entwicklungen ab März 2020 zurückzuführen und fällt somit zeitlich mit den globalen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zusammen. Im Januar und Februar 2020 wichen die Zu- und Fortzüge nur geringfügig von den im Januar und Februar 2019 beobachteten Werten ab (-4 % bei den Zuzügen, -1 % bei den Fortzügen gegenüber Januar bis Februar 2019). Demgegenüber lag die Zahl der Zuzüge im Zeitraum März bis Juni 2020 um 208 000 beziehungsweise 42 % unterhalb des Wertes von März bis Juni 2019. Für die Fortzüge ergab sich zwischen März und Juni 2020 ein Rückgang um 126 000 oder 32 %. Am stärksten gingen Zu- und Fortzüge dabei im Monat April 2020 zurück (-60 % bei den Zuzügen und -47 % bei den Fortzügen gegenüber April 2019).

Dabei können insbesondere eingeschränkte Reisemöglichkeiten durch die Corona-Pandemie oder wirtschaftliche Auswirkungen eine geplante Zu- oder Abwanderung verhindert oder verschoben haben. Daneben kann bei der monatlichen Entwicklung auch eine verzögerte Erfassung von Wanderungsfällen eine Rolle spielen. So wurden möglicherweise aufgrund von Maßnahmen wie Einschränkungen im Publikumsverkehr von Einwohnermeldebehörden Zu- und Fortzüge zeitlich verzögert registriert und teilweise in späteren Berichtsmonaten ausgewiesen.

Größter Anteil der Zuzüge aus dem europäischen Ausland

Mit 365 000 kamen die meisten Zugezogenen des 1. Halbjahres 2020 aus dem europäischen Ausland - davon 282 000 aus Staaten der EU-27 - mit deutlichem Abstand vor Asien (56 000) und Amerika (24 000). Gegenüber dem 1. Halbjahr 2019 wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 rund 29 % weniger Zuzüge aus dem europäischen Ausland, 41 % weniger Zuzüge aus Asien und 32 % weniger Zuzüge aus Amerika registriert. Die meisten Fortzüge im 1. Halbjahr 2020 erfolgten in das europäische Ausland (299 000, -23 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2019), davon 242 000 in Staaten der EU-27. Nach Asien sind die Fortzüge um 35 000 beziehungsweise -23 %, nach Amerika um 20 000 beziehungsweise -17 % gesunken.

Rückgang auch bei Wanderungen zwischen den Bundesländern im März und April 2020

Im 1. Halbjahr 2020 wurden 435 000 Wanderungen innerhalb Deutschlands über die Grenzen der Bundesländer registriert. Dies waren 51 000 oder 10 % weniger als im 1. Halbjahr 2019. Während im Januar und Februar 2020 die Wanderungen zwischen den Bundesländern nahezu gleichauf mit den Werten im Vorjahreszeitraum lagen, war im März und April eine deutliche Abnahme zu verzeichnen. Im März 2020 wurden 32 % weniger Wanderungen zwischen den Bundesländern registriert als im März 2019, im April lag der Wert um 29 % unterhalb des Vorjahresmonats. Im Gegensatz zur Außenwanderung wurde bei der Wanderung zwischen den Bundesländern im Mai (-2 %) und Juni 2020 (+8 %) das Niveau der Vorjahresmonate fast wieder erreicht beziehungsweise überschritten. Wie bei der Außenwanderung können sich auch bei der monatlichen Entwicklung der Wanderungen zwischen den Bundesländern sowohl die Corona-bedingten Einschränkungen als auch die Verzögerungen bei der Registrierung von Wanderungsfällen regional unterschiedlich auswirken.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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