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Lottoeinnahmen brechen weg - 100 Millionen Euro weniger im Topf der Länder

Archivmeldung vom 05.02.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Mit 35 Millionen Euro war der Jackpot, der am vergangenen Samstag geknackt worden ist, der drittgrößte der deutschen Lottogeschichte. Profitiert haben die Gewinner und die Landeshaushalte aber auch der deutsche Breitensport und gemeinnützige Vereine, denen rund 40 Prozent der Einnahmen zufließen.

Gleichzeitig gehören sie alle jedoch auch zu den Verlierern: Im Vergleich zu den ersten zwölf Ziehungen des Mega-Jackpots Ende 2007 haben die Länder aktuell 100 Millionen Euro weniger eingenommen und können demnach jetzt 40 Millionen weniger an gemeinnützige Projekte verteilen. Allein bei der letzten Ziehung fehlten 25 Millionen Euro an Spieleinnahmen.

"So merkwürdig es angesichts des Lotto-Hypes der vergangenen Tage klingen mag, diese Zahlen übertreffen die düstersten Prognosen", so Norman Faber, Präsident des Deutschen Lottoverbandes. "Das liegt nicht an den Auswirkungen einer Finanzkrise wie der Deutsche Lotto- und Totoblock behauptet und man beim Blick auf die Spielfreude in den europäischen Nachbarländern unschwer erkennen kann. Vielmehr sorgen hierzulande die Werbebeschränkungen und das Internetverbot dafür, dass das deutsche Lotto viel schneller als befürchtet aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet und deshalb die Einnahmen drastisch sinken. "Die Deutschen wenden sich immer mehr ausländischen Anbietern zu, deren nach europäischem Recht legalen Spielangebote im Internet präsenter und attraktiver sind."

Die Lotto-Annahmestellen gehören mit Sicherheit zu größten Verlierern dieser Entwicklung: "Die Existenz vieler kleiner Kioske hängt von ihrer Provision auf die Lottoumsätze ab. Ohne Werbung geht da bald gar nichts mehr." Dass ehemalige Internetspieler jetzt in die Annahmestellen gehen, hält Faber für eine fatale Fehleinschätzung. "Der Internetlottospieler ist eine völlig andere Generation, er sucht jetzt im Internet nach Alternativen. Einnahmen und Steuern landen so im Ausland. Die Lottospieler in den Annahmestellen sind vom Aussterben bedroht." So Faber. "Einzige Konsequenz aus dieser Entwicklung muss sein, endlich den Weg der Vernunft einzuschlagen und eine europarechtskonforme Regelung für das deutsche Lotto zu finden: eine Regelung, die es wieder ermöglicht, konkurrenzfähige Produkte aus Deutschland heraus im Internet anzubieten.

Quelle: Deutscher Lottoverband

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