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Union: Islamrat kann auf Verbände verzichten

Archivmeldung vom 20.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, sieht im Verzicht einzelner Verbände auf die Teilnahme an der Islamkonferenz kein Problem.

"Wenn sich der eine oder andere aus dem Bereich des Islam jetzt ziert und nicht zurecht kommt mit der neuen Zusammenstellung der Islamkonferenz, dann soll er eben weg bleiben", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Die Verbände, die aussteigen wollen, die sollen aussteigen." Wen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) einberufe, sei seine "ureigene Entscheidung", so Uhl. "Dass er Milli Görüs nicht dazu genommen hat, ist in unserem Sinne, weil es uns schon immer nicht ganz geheuer war, eine Gruppierung, die wegen Extremismus überwacht wird, zu einer staatlichen Konferenz einzuladen." Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy stützte de Maizières Entscheidung, den Islamrat vorläufig außen vor zu lassen, ebenfalls. Er erklärte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Ich halte die Haltung des Ministers für richtig und hoffe, dass sich die Islamverbände nicht aus der Veranstaltung verabschieden."

Streit im Koordinierungsrat der Muslime - Alboga (Ditib) rügt Köhler (Zentralrat der Muslime)

Unter islamischen Verbänden ist ein heftiger Streit ausgebrochen. Der Dialogbeauftragte der Türkisch-Islamischen Union (Ditib), Bekir Alboga, rügte den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD), Ayyub Axel Köhler, scharf. "Es ist sehr fragwürdig und erstaunlich, dass Herr Köhler die Rolle des Sprechers übernimmt", sagte Alboga dem  Kölner Stadt-Anzeiger". Hintergrund ist das geplatzte Treffen des Koordinierungsrates der Muslime (KRM) am Freitag, dessen turnusmäßiger Sprecher Alboga ist. Bei der Zusammenkunft wollten die vier Verbände, die sich im KRM zusammengeschlossen haben, ursprünglich eine gemeinsame Erklärung abgeben, ob und wie sie an der Deutschen Islamkonferenz teilnehmen werden. Köhler hatte die Medien jedoch bereits am Donnerstag über die Absage informiert, was offensichtlich nicht mit Alboga abgesprochen war. Zudem gab Köhler Ditib indirekt die Schuld an der Verzögerung. Eine gemeinsame Erklärung des KRM ist nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Neben Ditib und dem ZMD sind im KRM der Verein der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) sowie der Islamrat organisiert, der schon im Vorfeld von Bundesinnenminister Thomas de Maizière von der Islamkonferenz ausgeladen worden war.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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