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Psychologen fordern bessere Untersuchungen von Piloten

Archivmeldung vom 15.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Manfred Zöllmer auf dem Engelsfest 2013 in Wuppertal
Manfred Zöllmer auf dem Engelsfest 2013 in Wuppertal

Foto: Michael Kramer
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Bundesverband der Deutschen Psychologen (BDP) fordert mit Blick auf den Germanwings-Absturz regelmäßige Untersuchungen von Piloten und ähnlichen Berufsgruppen nicht nur durch Werksärzte, sondern auch durch Psychologen. "Psychische Erkrankungen nehmen allgemein zu", sagt BDP-Präsident Michael Krämer der "Rheinischen Post".

"Bei Risikoberufen sollten nicht nur körperliche Leiden früh erkannt werden sondern auch seelische Probleme." Ziel solle aber nicht das Aussortieren von angeschlagenen Mitarbeitern sein, sondern das Angebot von Hilfe: "Psychische Krankheiten sind oft heilbar - aber dafür müssen sie richtig diagnostiziert werden, wofür Arbeitsmediziner in der Regel nicht ausgebildet sind", so Krämer. "Man kann darüber nachdenken, bei den regelmäßigen Untersuchungen der Piloten auch die seelische Stabilität besser zu diagnostizieren", sagte Markus Wahl, Vorstand der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), der Zeitung. Aber man dürfe erst Verbesserungen suchen, wenn der Untersuchungsbericht zum Absturz vorliege. Außerdem müssten solche Tests richtig eingesetzt werden: "Wenn die Diagnose eines seelischen Problems direkt einen Nachteil bringen würde, würden Betroffene das Problem oft verheimlichen. Wenn die Diagnose aber Hilfsangebote einleitet, klingt das sinnvoll."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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