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Kinderschutzbund beklagt Anstieg von Kindeswohlgefährdungen

Archivmeldung vom 03.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: sokaeiko / pixelio.de
Bild: sokaeiko / pixelio.de

Der Deutsche Kinderschutzbund beklagt einen deutlichen Anstieg von Kindeswohlgefährdungen. Die Zahl der Gefährdungen sei seit 2012 jährlich um ungefähr acht Prozent gestiegen, sagte Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers der "Heilbronner Stimme". "Und das, obwohl wir in Deutschland immer weniger Kinder haben", erklärte er.

 Auch die Zahl der Kinder, die durch Vernachlässigung oder Gewalt zu Tode kommen, bleibe bundesweit konstant hoch und liege bei etwa drei pro Woche, berichtete Hilgers. Als Gründe für den Anstieg der Gefährdungen nannte der Kinderschutzbund-Präsident Armut und eine verfehlte Steuer- und Sozialpolitik. Er forderte zugleich Kommunen und Landkreise auf, mehr in Prävention als in Intervention zu investieren. "Das kostet am Anfangs mehr Geld, rechnet sich aber", so Hilgers.

Die offiziellen bundesweiten Zahlen für Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2015 liegen noch nicht vor. Allerdings hat das Statistische Landesamt Baden-Württembergs bereits Zahlen für 2015 veröffentlicht: Demnach sind im vergangenen Jahr mit 10.963 Verfahren nicht nur acht Prozent mehr Untersuchungen zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung als im Vorjahr (10.136) durchgeführt worden. Auch die Zahl der Verfahren, bei denen die Jugendämter eine "akute" oder "latente" Kindeswohlgefährdung feststellten, hat sich erhöht. 2014 war dies in 3.351 Untersuchungen der Fall, 2015 in 3.718.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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