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Berliner vertrauen einander, aber nicht ihrer politischen Elite

Archivmeldung vom 22.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Hertie School Metropolenvergleich
Quelle:  (idw)
Hertie School Metropolenvergleich Quelle: (idw)

In Berlin ist das Gefühl der Bürger, einander im alltäglichen Umgang vertrauen zu können, im Vergleich zu anderen Metropolen weltweit sehr ausgeprägt. Gegenüber der politischen Elite herrscht in der deutschen Hauptstadt hingegen eher Misstrauen. Dies ist ein Ergebnis des Metropolenvergleichs, den die Hertie School of Governance im Rahmen ihres „Governance Report 2013“ heute der Öffentlichkeit vorstellt.

Dabei werden rund 70 Großstädte weltweit in vier Kategorien miteinander verglichen: Qualität der Institutionen, Versorgung mit öffentlichen Gütern, Vertrauen und Korruption. Daten aus einer Vielzahl offizieller und wissenschaftlicher Quellen inklusive breit angelegter wissenschaftlicher Meinungsumfragen aus dem Zeitraum 2008-2011 fließen in das neue Indikatoren-System ein.

Auffällig mit Blick auf Berlin ist die positive Bewertung der Mitbürger: Nur in den skandinavischen Metropolen Oslo und Stockholm haben die Bürger ein deutlich höheres Vertrauen, im Alltag – etwa beim Einkauf und generell im Kontakt mit Mitbürgern – nicht übervorteilt oder im Stich gelassen zu werden. Auch in München ist das gegenseitige Vertrauen sehr hoch. Der lokalen politischen Elite traut man hingegen in kaum einer der Vergleichsstädte so wenig wie in Berlin. Ob Amsterdam, München, Paris, Stockholm, Sydney oder Tokio – überall genießt die städtische politische Führung mehr Vertrauen als in der Bundeshauptstadt.

Zwei weitere Ergebnisse stechen im Datenvergleich hervor: Das Einkommen spielt in Berlin für die Lebenszufriedenheit eine so geringe Rolle wie in kaum einer anderen Metropole. Und – vielleicht überraschender: Der Berliner fühlt sich nicht als Weltbürger. Auf die Frage, ob sie sich nicht nur in ihrer Stadt, sondern auf der ganzen Welt heimisch fühlten, antwortet ein vergleichsweise geringer Anteil der Berliner mit ja.

Dies sind erste Resultate des neuen Indikatoren-Systems, das Prof. Mark Kayser, PhD, und Dr. Piero Stanig von der Hertie School im Rahmen des Governance Reports auf-bauen. Kontinuierlich werden weitere Daten gesammelt. Ziel ist es, von wechselseitigen Beziehungen auf transnationaler, nationaler und städtischer Ebene sowie durch Staaten, Unternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen gleichermaßen beeinflusste Entwicklungen besser nachvollziehen zu können als bisher. Damit will die Hertie School praxis-nahe und politikrelevante Daten liefern, etwa zum Grad der Umsetzung von „Good Governance“-Anforderungen. Der Metropolenvergleich hat dabei einen besonderen Stellenwert, da Entwicklungen in Großstädten oft ein Gradmesser für globale Trends sind.

Quelle: Hertie School of Governance (idw)

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