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VRR-Chef droht notfalls mit Kündigung von Verkehrsverträgen

Archivmeldung vom 25.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: flown / pixelio.de
Bild: flown / pixelio.de

Nach der Abmahnung von drei Eisenbahnverkehrsunternehmen durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat sich dessen Chef, Ronald Lünser, auch für drastischere Maßnahmen ausgesprochen.

Der Düsseldorfer "Rheinischen Post" sagte der neue VRR-Chef auf die Frage, ob er bereit sei, einen Verkehrsvertrag zu kündigen: "Absolut. Aber das wäre die Ultima Ratio." Alternativ sei es möglich, wenn es auf einer bestimmten Linie nicht laufe, diese dem Unternehmen dauerhaft oder vorübergehend entziehen. "Das ist juristisch zwar kniffelig, aber machbar", sagte der VRR-Chef.

Lünser hatte kurz nach seinem Amtsantritt im Januar die Unternehmen DB Regio, Nordwestbahn und Keolis abgemahnt, weil der VRR massive Qualitätseinbrüche im letzten Quartal 2018 festgestellt hatte. Die Abmahnung habe Erfolg gehabt. Bei DB Regio gebe es erhebliche Verbesserung bei der Fahrzeugbereitstellung, "auch wenn wir noch nicht beim Optimum sind", sagte Lünser. Ersatzteile, die vorher für Bayern vorgesehen gewesen seien, kämen jetzt nach NRW. Die Probleme bei der Nordwestbahn und Keolis seien personalbedingt gewesen. "Das Management beider Unternehmen hat zu lange offensichtliche Engpässe ignoriert. Die Verantwortlichen haben versucht, diese durchzumogeln. Deshalb habe ich ihnen externe Berater ins Haus geschickt", so Lünser.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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