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Bischöfin Fehrs: „Riskieren wir den Aufbruch zu mehr Gemeinschaft“

Freigeschaltet am 17.05.2024 um 10:54 durch Mary Smith
Kirsten Fehrs
Kirsten Fehrs

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, erinnert zum diesjährigen Pfingstfest an die einende Kraft des Heiligen Geistes, durch dessen Gegenwart einst die ersten Christinnen und Christen zueinanderfanden und wieder Mut schöpften, nach vorn zu schauen. „Diese Geistesgegenwart braucht es auch heute mehr denn je, wo sich auf unseren Straßen Hass und Gewalt entladen und die Spaltungen in der Gesellschaft immer deutlicher spürbar werden.“

Die Bischöfin betont: „In Zeiten, in denen die Fähigkeit, sich im Gespräch anzunähern, immer schwieriger zu werden scheint, ja, wo man das Gefühl hat, Sprache gerät an ihre Grenze und Kompromisse rücken in weite Ferne, in diesen Zeiten sollten wir der Sprache des Glaubens Vertrauen schenken.“ Denn diese sei nicht nur die pure Wiedergabe von Vokabeln, sondern ein kraftvolles Band, das mit Gesten, Taten, Händen und Füßen Unterschiede zu vereinen suche. „Dieses einende Band entsteht im Miteinander. Es entsteht aus einem Geist, der nicht einfach über Unterschiede hinwegsieht, sondern ihnen Empathie und Herzensnähe entgegenbringt.“

Das Pfingstfest eröffne neue Perspektiven, so die amtierende Ratsvorsitzende weiter. „Die Liebe, die Jesus uns gegeben hat, die lebt doch unter uns weiter. Das Trösten von Traurigen, das Stärken von Schwachen, das bedingungslose Eintreten für Gerechtigkeit – all das können wir weiterführen. Mit des Geistes Gegenwart. Also: Riskieren wir den Aufbruch zu mehr Gemeinschaft. Riskieren wir Einheit inmitten drohender Spaltung. Riskieren wir die Liebe inmitten des aufkeimenden Hasses.“

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der alle Christinnen und Christen weltweit verbindet. Nach Weihnachten und Ostern ist es das dritte Hauptfest des Kirchenjahres. In diesem Jahr wird Pfingsten am 19./20. Mai gefeiert. Der Name geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit Ende des vierten Jahrhunderts fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird. In Erinnerung an die Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ und Beginn der weltweiten Mission verstanden.

Quelle: EKD - Evangelische Kirche in Deutschland (ots)

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