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Wiedervereinigung hat die Erwartungen nicht erfüllt

Archivmeldung vom 02.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak

Wie eine Umfrage des Forsa-Institutes im Auftrag der "Berliner Zeitung" anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls ergab, sind zahlreiche Menschen sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland von der Wiedervereinigung enttäuscht.

Demnach äusserten sich gerade einmal 46 Prozent der in Ostdeutschland lebenden Menschen positiv über die Vereinigung der beiden deutschen Staaten und sind der Meinung, dass sich ihre Lebensverhältnisse verbessert haben. Unmittelbar nach dem Ereignis im Jahr 1989 waren dies noch 71 Prozent gewesen. Noch verheerender ist die Meinung im Westen der Republik, wo gerade einmal 40 Prozent ihre Lage als verbessert ansehen.

25 Prozent der Ostdeutschen ist gar der Meinung, ihnen gehe es jetzt schlechter als vor 1989. Lediglich 39 Prozent von Ihnen zählen sich zu den Gewinnern der Wiedervereinigung.

Forsa-Chef Manfred Güllner nannte gegenüber der "Berliner Zeitung" einige Gründe für dieses Meinungstief. "Die Euphorie, die nach dem Mauerfall herrschte, ist weitgehend verflogen. Die Westler haben das Gefühl, nur für den Osten bezahlen zu dürfen", weshalb sich Vorurteile erheblich vertieft hätten und zahlreiche Ostdeutsche das Gefühl besitzen nur ausgenutzt zu werden.


An der Umfrage hatten zwischen dem 10. und 16. Dezember 2008 insgesamt 1008 Deutsche, davon 502 in den neuen Bundesländern und Berlin, teilgenommen.

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