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Lügde-Angeklagter suchte Opfer auch unter Flüchtlingen und über Bekannte bei Kinderschutzbund

Archivmeldung vom 29.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Mit Hilfe eines Lockvogelsystems soll ein 56-jähriger arbeitsloser Dauercamper im westfälischen Lügde fast 20 Jahre lang kleine Mädchen in seinem Wohnwagen missbraucht haben. Dies geht aus der Anklageschrift hervor, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vorliegt.

Auf 64 Seiten listet die Staatsanwaltschaft Detmold einen systematischen Serienmissbrauch durch Andreas V., genannt Addi, und einen 49-Jährigen aus Stade auf. V. soll unter anderem seine siebenjährige Pflegetochter als Köder eingesetzt haben, um Dutzende Freundinnen des Mädchens in eine Falle zu locken. Auch suchte er seine Opfer mit Kontaktanzeigen bei dem Portal Ebay.

Über eine Bekannte bemühte sich der Angeklagte um eine Verbindung zum Kinderschutzbund, weil er dort angeblich Werkkurse geben wollte. Zudem näherte er sich einer syrischen Flüchtlingsfamilie und gab vor, den Kindern Gutes zu tun, als er sie auf Ausflüge mitnahm. Der Vater der Familie unterband offenbar aber rechtzeitig den Kontakt. In 293 Fällen soll der Angeschuldigte mindestens 22 Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren vergewaltigt haben. Die tatsächliche Zahl lieg vermutlich weit höher. Dabei erlitten nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" manche Opfer Blutungen oder andere Verletzungen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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