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Journalist Hahn: Der Adel von heute: Beamte!

Archivmeldung vom 07.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Freuen wir uns nicht alle auf den Ruhestand? Diese Frage stellt der Journalist Volker Hahn in seinem Artikel bei watergate.tv und schreibt dazu: "Auf eine Zeit, in der wir uns endlich mal ausruhen können und wo wir unsere Zeit frei einteilen und endlich Dinge tun können die wir schon so lange tun wollten? Genau. Wir alle freuen uns auf die Zeit nach dem aktiven Arbeitsleben. Doch eben genau, weil wir vorher so lange, hart und fleißig gearbeitet und in die staatlichen Rentenkassen eingezahlt haben, erwarten wir dann auch eine leistungsgerechte Rente von der wir gut leben können ohne jeden Groschen gleich zweimal umdrehen zu müssen."

Hahn weiter: "Doch genau hier liegt das Problem. Diese gibt es heute so gut wie gar nicht mehr. Wer nicht zusätzlich privat vorgesorgt hat, der muss häufig damit rechnen, im Alter finanzielle Abstriche machen zu müssen. Das geht oft sogar so weit, dass die Rente durch eine zusätzliche Altersgrundsicherung aufgestockt werden muss weil das Geld zum Leben gar nicht ausreicht.

Davon betroffen sind, laut des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes doppelt so viele Ruheständler wie noch im Jahr 2003 und diese waren während ihres Arbeitslebens keineswegs Geringverdiener. Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung belegen, dass Männer im Jahr 2014 eine durchschnittliche Rente in Höhe von 1.013 Euro, Frauen unter Einbezug der Hinterbliebenenrente eine durchschnittliche Rente von 762 Euro pro Monat erhielten.

Dagegen leben pensionierte Beamte regelrecht „wie die Maden im Speck“, denn sie sind keineswegs von Altersarmut bedroht. Laut des aktuellsten Alterssicherungsberichtes der Bundesregierung erhalten 73 Prozent der Pensionäre ein Ruhegeld von über 2.000 Euro, 53 Prozent sogar über 2.500 Euro.

Jeder dritte Pensionär bekommt sogar mehr als 3.000 Euro ein. Für eine Rente von 2.400 Euro müsste ein ehemaliger Arbeitnehmer im Gegensatz dazu auf mindestens 79 Arbeitsjahre kommen. Pensionierte Beamte bekommen je nach Dienstzeit bis zu 72 Prozent ihres höchsten Gehalts, Normalrentner nur maximal 48 Prozent ihres Lebensdurchschnittsverdienstes.

Politische Beamte jedoch sind wohl der Hochadel unter den Pensionären, denn sie müssen noch nicht einmal das Rentenalter erreicht haben, um lebenslange monatliche Pensionen von mehreren Tausend Euro zu erhalten.

Im Angesicht dieser Ungerechtigkeit ist es eigentlich kein Wunder, dass so viele Bundesbürger von der sogenannten „Politikverdrossenheit“ betroffen sind."

Möchten Sie mehr zum Thema erfahren? Dann lesen Sie den ausführlichen Artikel unter http://www.watergate.tv/2016/12/27/volker-hahn-warum-beamte-die-adeligen-von-heute-sind/

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