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Coca-Cola löscht Werbeclip nach Rassismuskritik

Archivmeldung vom 05.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: coca-cola.com
Bild: coca-cola.com

Getränkeriese Coca-Cola Mexiko hat sich für einen Weihnachtswerbespot entschuldigt, in dem der Konzern indigene Mexikaner diskriminiert hat. Nach einem massiven Shitstorm in den sozialen Netzwerken wurde der Clip inzwischen wieder aus den Medien entfernt. Ein Sprecher entschuldigte sich bereits und unterstrich, dass eine Diskriminierung indigener Mexikaner nicht beabsichtigt war.

Der Streifen ist Teil der Coca-Cola-Kampagne "Open Your Heart" und war eine Woche online in Mexiko zu sehen. Das Video zeigt, wie hellhäutige Schauspieler die koffeinhaltige Limonade an indigene Darsteller verteilen. Die Machart des Werbefilms wurde weltweit von vielen Interessengruppen und Medien als rassistisch wahrgenommen.

Kritisiert wurde die als aufgesetzt empfundene Menschenliebe der jungen weißen Protagonisten, die gut gelaunt und modisch gekleidet in die abgelegenen Berge von Oaxaca fahren, dort für indigene Einheimische einen rot leuchtenden Coca-Cola-Weihnachtsbaum bauen, an dem der Schriftzug "Wir bleiben vereint" in der Sprache der Indigenen prangt und das Getränk an die Bewohner aushändigen.

Werbung im Kolonialstil

Auf Twitter äußerte sich massiver Unmut im Kanal mit dem Hashtag #AbreTuCorazon. Ein Kritiker wirft dem Konzern vor, mit der "welfremden, rassistischen" Kampagne an einem "kolonialistischen Branding" zu arbeiten. Unterstützt wurde der Protest unter anderem von der Alliance for Food Health, einer Vereinigung von Verbraucherschutz- und Gesundheitsgruppen. Sie forderte die mexikanische Regierung dazu auf, das Werbevideo zu blockieren, weil es ein Angriff auf die Würde der indigenen Bevölkerung sei.

Quelle: www.pressetext.com/Lutz Steinbrück

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