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bpa: "Heimfinder wird Erwartungen der Pflegebedürftigen leider enttäuschen"

Archivmeldung vom 21.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Nach Ansicht des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) wird der neue "Heimfinder" in Nordrhein-Westfalen (NRW) lediglich versorgungspolitische Probleme offenbaren: "Aufgrund von schlechten Finanzierungsbedingungen und der zunehmenden Zahl pflegebedürftiger Menschen wird es zunehmend schwieriger, einen Platz in einem Pflegeheim zu finden, und die Wartelisten werden immer länger.

Vor diesem Hintergrund wird der ,Heimfinder' in NRW bedauerlicherweise die Erwartungen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen enttäuschen", so der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in NRW, Christof Beckmann, der hinzufügt: "Er wird dokumentieren, welche versorgungspolitischen Probleme wir im Land in der Pflege haben, und zu weiterem Bürokratieaufbau bei den Pflegeeinrichtungen führen, die nun täglich melden müssen, dass sie über keinen belegbaren Pflegeplatz verfügen", so Beckmann weiter.

Ursache dieser Entwicklung seien schlechtere Finanzierungsbedingungen der Pflegeeinrichtungen, die Neubaumaßnahmen behinderten und den aktuellen Bestand der gut 170.000 Pflegeplätze im Land gefährdeten. Allein im kommenden Jahr drohten vielen Pflegeheimen Kürzungen der Investitionskosten um bis zu 30 Prozent, und viele Betreiber mit gemieteten Pflegeimmobilien könnten ihren Mietverpflichtungen gegenüber ihren Vermietern nicht mehr nachkommen. "Trotz der Rekordzahlen bei den Beschäftigten in der Altenpflege wachsen die Versorgungslücken mit Blick auf die stark steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen", erläutert Beckmann.

Um Pflegebedürftige und ihren Angehörigen wirksam zu unterstützen und zu entlasten, dürften die bestehenden Pflegeplätze im Land in keinem Fall gefährdet werden. Darüber hinaus müssten neue Plätze in ausreichendem Umfang entstehen. Dazu bedarf es nach Auffassung des bpa vertrauensbildender Maßnahmen der Politik, die Pflegeeinrichtungen im Bestand in ihrer wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit absichern und zusätzliches Engagement privater Investoren und Pflegeunternehmen fördern.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 1.700 in Nordrhein-Westfalen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Die Investitionen in die pflegerische Infrastruktur liegen bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (ots)


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