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Automobilexperte Dudenhöffer sieht nach Urteil Ende des Diesels näher rücken

Archivmeldung vom 27.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ferdinand Dudenhöffer (2016)
Ferdinand Dudenhöffer (2016)

Bild: Screenshot Phoenix vor Ort Sendung 16.06.2016 / Eigenes Werk

Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Fahrverboten als weiteren Baustein für das Ende des Diesels. Die Automobilbranche werde sich Stück für Stück vom Diesel verabschieden, sagte der Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Uni Duisburg-Essen im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Man kann den Diesel mit der Abgasnorm Euro-6d zwar sauber machen, aber das ist im Vergleich zu anderen Antrieben sehr teuer, sprich der Diesel-Pkw verliert auch ökonomisch an Boden."

Für die Automobilbranche sei das Urteil "katastrophal", sagte Dudenhöffer. "Die Reputation und die Verluste bei den Händlern sind groß. Die Autobauer werden ihre Händler Stück für Stück mit Subventionen stützen müssen." Verlierer sei aber auch die Bundesregierung, die wegen ihres Aussitzens an Glaubwürdigkeit verloren habe. "Die Politik muss endlich eine Ausstiegsstrategie aus dem Diesel finden, in der Weise dass man nicht länger den Dieselkraftstoff steuersubventioniert, sondern Benziner und Diesel gleichstellt."

Gleichzeitig müsse der Druck, die Hardware der Fahrzeuge nachzurüsten steigen. Dies sei das einzige Instrument, um Dieselfahrverbote überflüssig zu machen. "Diese Nachrüstsätze kann man den Leuten schenken, wenn man die Dieselkraftstoffsteuer dem Benziner anpasst. Denn dann haben Sie ein Modell mit acht Milliarden Steuereinnahmen jährlich zusätzlich." Damit könne die Hardware-Nachrüstung voll und ganz bezahlt werden.

Die größten Verlierer sind für Dudenhöffer die Autofahrer. Der Automobilexperte rät aber von überhasteten Verkäufen ab. "Wer in einem Belastungsgebiet wohnt und sein Dieselauto noch hat, dem bringt es nichts, wenn er so einen Notverkauf macht, weil die Preise jetzt in den Keller gehen werden."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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