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Umfrage zur Pflegegrad-Begutachtung: Die Unzufriedenheit wächst, jeder Dritte legt Widerspruch ein

Archivmeldung vom 01.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

In zwei vergleichenden Umfragen von 2019 und 2020 geht das Pflegeberatungsunternehmen Familiara der Frage nach, wie zufrieden Pflegebedürftige mit der häuslichen Begutachtung durch MDK oder Medicproof waren und was sich seit der coronabedingten Umstellung auf telefonische Begutachtungen verändert hat.

Ausgangspunkt für die Umfrage war eine vom MDK veröffentlichte Aussage, nach der 88 Prozent aller Pflegebedürftigen mit der Begutachtung zufrieden seien. Die Umfrageergebnisse widerlegen diese Aussage.

Begutachtungen im Schnelldurchlauf

Bereits vor Corona, als die Begutachtungen noch vor Ort durchgeführt wurden, gaben 42 Prozent der Betroffenen an, sich hinsichtlicher ihrer Probleme nicht ausreichend gewürdigt zu fühlen. Nach der Einführung der Telefon-Interviews hat sich diese Zahl auf 59 Prozent erhöht.

Ein Grund dafür ist die viel zu kurze Begutachtungsdauer. Um die ganze Pflegesituation realistisch zu erfassen und alle relevanten Fragen zu stellen, sollten sich die Gutachter*innen etwa 60 bis 90 Minuten Zeit nehmen. Stattdessen ist die Begutachtung meist schneller vorbei als gedacht: Dauerten die häuslichen Termine noch in 67 Prozent der Fälle mindestens 45 Minuten, wird diese Zeitmarke bei den Telefoninterviews nun nur noch in 48 Prozent der Fälle erreicht. Und das, obwohl es für die Gutachter*innen ohne die persönliche Begegnung deutlich schwerer sein dürfte, die Situation richtig einzuschätzen.

Pflegegrad oft geringer als erwartet

Wie nicht anders zu erwarten, folgte auf die Begutachtung für knapp die Hälfte der Pflegebedürftigen am Ende eine böse Überraschung: Das Ergebnis fiel bis zu zwei Pflegegrade geringer aus als erwartet. Dass jede*r Dritte sich angesichts dieses Ergebnisses für einen Widerspruch entscheidet, kann man vor diesem Hintergrund sogar als positiv werten.

Jörg Zimmermann, Geschäftsführer bei Familiara: "Wir ermutigen Pflegebedürftige dazu, sich intensiv mit dem Begutachtungsverfahren auseinanderzusetzen und ihre Rechte auch durchzusetzen. Die Erfolgsaussichten sind besser, als viele denken: Drei von vier Gutachten, die wir für unsere Kunden prüfen enthalten gravierende Fehler. Eine Korrektur führt in den meisten Fällen zu einem höheren Pflegegrad."

Quelle: Familiara GmbH (ots)

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