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VDV kritisiert Pläne für Gratis-ÖPNV

Archivmeldung vom 21.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Linienbus
Linienbus

Foto: Busbahnhof
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Jürgen Fenske, hat die Pläne in mehreren Kommunen, öffentliche Busse und Bahnen für Fahrgäste zum Nulltarif oder für einen Euro pro Tag anzubieten, kritisiert. "Die Folge eines für die Nutzer kostenlosen ÖPNV wäre, dass das System kollabiert. Es ist heute schon in vielen Städten, vor allem in den Ballungsräumen, chronisch überlastet", sagte Fenske der "Welt".

Der VDV-Präsident hält die Folgen von Tarifsenkungen für fatal. "Jahrelang war nicht genug Geld für den ÖPNV da, und jetzt gibt es auf einmal Mittel, um Gratis- oder 365-Euro-Tickets einzuführen, das wundert mich sehr", so Fenske. Wenn man dem Beispiel Wiens folgen wolle, wo das 365-Euro-Ticket ein voller Erfolg ist, müsse man es machen wie die Österreicher: "Wir müssten erst bauen, die Netze in Ordnung bringen und einen Rückstand von 20 Jahren aufholen." Erst dann sei der ÖPNV in der Lage, das aktuelle Fahrgastaufkommen angemessen zu bewältigen und deutlich wachsende Passagierzahlen zu verkraften. Fenske fordert neue Finanzierungsmodelle, um den nötigen Ausbau der Verkehrsnetze vorantreiben zu können.

Nach dem Beispiel Wiens wäre eine kommunale Abgabe für Unternehmen zugunsten des ÖPNV denkbar. "Das wäre ein Modell, das man gut auf Deutschland übertragen könnte. Schließlich profitieren Unternehmen in großem Umfang von einem gut ausgebauten Bus- und Bahnnetz in den Städten." Die Einnahme der städtischen Verkehrsbetriebe zu steigern, indem man die Nutzer noch stärker belastet und die Ticketpreise weiter erhöht, hält Fenske für genauso falsch wie Gratistickets. "Die Tarife bewegen sich in vielen Regionen auf eine Grenze zu, die wir nicht überschreiten sollten. Wir müssen zusehen, dass die Preise nicht noch weiter steigen", sagte der VDV-Präsident.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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